US-Präsident Donald Trump wird die Auslieferung der Influencer Andrew Tate und Tristan Tate aus den USA nach Großbritannien nicht blockieren, wie die britische Zeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten berichtet. Dies wäre ein schwerer Schlag für die Brüder, die auf eine Intervention aus dem Weißen Haus gehofft hatten.
Festnahme in Miami auf britischen Antrag
Die beiden Männer, die für ihre frauenverachtenden Aussagen bekannt sind, waren am Wochenende in Miami auf Antrag der britischen Strafverfolgungsbehörde Crown Prosecution Service festgenommen worden. Ihnen werden schwere Sexualdelikte vorgeworfen, darunter Vergewaltigung und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Ihr Anwalt Joseph McBride betonte, die Brüder seien unschuldig.
Keine Einmischung aus dem Weißen Haus
Laut „The Telegraph“ hatten namhafte US-Republikaner Trump aufgefordert, einzugreifen, da die Tate-Brüder Opfer einer politisch motivierten Hexenjagd seien. Ein US-Regierungsbeamter erklärte jedoch: „Das Weiße Haus ist in dieser Angelegenheit weder beteiligt noch hat es eine Meinung dazu.“ Das Ausbleiben einer Intervention sei ein schwerer Schlag für die Brüder, die stets angedeutet hätten, über einflussreiche Freunde zu verfügen.
Hintergrund der Tate-Brüder
Andrew Tate, ein ehemaliger Kickboxer, erreicht mit frauenfeindlichen Inhalten in sozialen Netzwerken Millionen junger Männer. Sein Bruder Tristan unterstützt ihn dabei. Die Brüder wurden in den USA geboren, zogen jedoch nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Luton, nördlich von London. Sie besitzen sowohl die US- als auch die britische Staatsbürgerschaft. Zudem hatten sie zeitweise ihren Lebensmittelpunkt in Rumänien, wo ebenfalls Ermittlungen gegen sie laufen.



