Trump will iranische Gelder für Schiffsschäden nutzen – Iran reagiert scharf
Trump will iranische Gelder für Schiffsschäden nutzen

In der 13. Nacht in Folge hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert. Begleitet werden die Angriffe nun von einer finanzpolitischen Provokation: US-Präsident Donald Trump kündigte an, eingefrorene iranische Gelder für die Behebung von Schäden an Schiffen heranzuziehen. Irans Außenminister Araghtschi verurteilte das Vorgehen scharf als „brandgefährlichen Präzedenzfall“.

Hintergrund der US-Operationen

Die US-Luftangriffe konzentrieren sich auf militärische Einrichtungen und Infrastruktur im Iran. Nach offiziellen US-Angaben sollen dadurch die Fähigkeit Teherans zur Bedrohung der Schifffahrtswege in der Region eingeschränkt werden. Die Vergeltungsschläge sind eine Reaktion auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe im Persischen Golf und im Golf von Oman. Der Iran-Krieg treibt den Ölpreis in die Höhe: Die Nordseesorte Brent stieg erstmals über 96 Dollar pro Fass.

Finanzpolitische Eskalation

Trump will nun eingefrorene iranische Devisenreserven in Höhe von mehreren Milliarden Dollar nutzen, um Schäden an US-amerikanischen und verbündeten Schiffen zu reparieren. Die Gelder waren zuvor aufgrund von Sanktionen blockiert. Der Schritt wird als Versuch gewertet, den militärischen Druck durch wirtschaftliche Maßnahmen zu verstärken. Irans Außenminister Araghtschi warnte, dies schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall, der die internationalen Finanzbeziehungen destabilisieren könne.

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Reaktionen aus Teheran

Die iranische Regierung kündigte an, vor internationale Gerichte zu ziehen, um die Beschlagnahmung der Gelder zu stoppen. Gleichzeitig drohte Teheran mit weiteren Angriffen auf Schiffe, die mit den USA verbündet sind. Die Spannungen in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport, haben sich weiter verschärft. Experten befürchten eine anhaltende Blockade oder zumindest Beeinträchtigung der Schifffahrt, was die Weltwirtschaft empfindlich treffen könnte.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Der steigende Ölpreis belastet bereits die Märkte. Analysten erwarten, dass Brent-Rohöl in den kommenden Tagen die Marke von 100 Dollar pro Fass erreichen könnte. Die US-Regierung hat strategische Ölreserven freigegeben, um die Preise zu stabilisieren, doch die Wirkung ist bislang begrenzt. Die Europäische Union und andere Verbündete haben zur Deeskalation aufgerufen, jedoch ohne konkrete Ergebnisse.

Verfolgen Sie die News zum Iran-Krieg in unserem Blog. Mit Material von dpa, AFP, kna und epd.

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