Ukraine: Zehn Tote bei Angriffen in Russlands Schwarzmeerregion
Ukraine: Zehn Tote bei Angriffen in Schwarzmeerregion

Bei ukrainischen Gegenangriffen im russischen Krieg gegen das Land sind nach Behördenangaben in der Schwarzmeerregion mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen sollen in dem kleinen Badeort Archipo-Ossipowka getötet worden sein, berichtet der Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew. Drei von ihnen seien minderjährig, weitere rund 40 Menschen verletzt worden. Kondratjew zufolge wurden die Menschen durch herabstürzende Drohnentrümmer verletzt. Er warf Kyjiw einen Angriff auf die Zivilbevölkerung vor.

Opfer auf der Krim und in der Ukraine

Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim stieg die Zahl der Toten infolge eines ukrainischen Angriffs nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow auf vier Menschen. Zuvor hatte er von drei Toten und zwei Verletzten gesprochen. Details nannte er nicht.

Im Internet zirkulieren Videos, die zeigen sollen, wie eine mutmaßliche Drohne auf einen Strand in der Gegend abstürzt, während sich dort und im Wasser Menschen aufhalten. Die Authentizität der Aufnahmen konnte zunächst nicht verifiziert werden.

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Im Zentrum der Ukraine wurden derweil nahe Krywyj Rih drei Menschen durch einen russischen Angriff getötet, wie der Chef der Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganscha, erklärte. Vor Ort sei ein Feuer ausgebrochen. Eine Tankstelle und mehrere Autos seien stark beschädigt worden. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Erneuter Angriff auf Wildberries-Lager

Ferner wurde bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Onlinehändler Wildberries laut Behördenangaben ein Mensch verletzt. Die Drohnen hätten in der Nacht zum Montag ein Lager im Gebiet Wladimir rund 180 Kilometer östlich von Moskau angegriffen, erklärte Gouverneur Alexander Awdejew. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, und es seien Schäden entstanden. Wildberries bestätigte den Angriff auf sein Logistikzentrum und erklärte, die Beschäftigten seien aus dem Gebäude gebracht worden. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden machte das Unternehmen zunächst nicht.

Seit Mitte Juli wurden nach Angaben russischer Behörden rund 20 Standorte von Wildberries in verschiedenen Teilen Russlands und auf der Krim angegriffen. Bei den ersten Attacken in der Nacht zum 18. Juli wurden demnach acht Menschen getötet und fast 90 verletzt. Wildberries ist eine der größten Onlinehandelsplattformen Russlands und wird wegen seines breiten Angebots und seines Liefernetzes häufig als „russisches Amazon“ bezeichnet. Die ukrainischen Angriffe auf Wildberries-Lager haben immense Auswirkungen auf das Leben in Russland.

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