Iran droht mit Vergeltung bei Ausweitung von US-Angriffen
Iran droht mit Vergeltung bei Ausweitung von US-Angriffen

Der Iran hat mit massiven Vergeltungsschlägen gedroht, falls die USA ihre Angriffe auf iranische Einrichtungen ausweiten. In einer Stellungnahme des militärischen Hauptquartiers Chatam al-Anbjia, die die Nachrichtenagentur Fars verbreitete, hieß es, sämtliche in der Region verbleibende Infrastruktur werde dann zum Ziel von Angriffen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in einem Interview mit Fox News gedroht, nächste Woche alle Kraftwerke und Brücken zu zerstören, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“.

Angriff auf Flughafen im Nordosten des Iran

Nach iranischen Angaben soll es zu einem Angriff im Nordosten des Landes gekommen sein. Geschosse seien am Flughafen von Semnan eingeschlagen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Gouverneursverwaltung. Es habe keine Toten oder Verletzten gegeben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Im Statement der Gouverneursverwaltung hieß es lediglich, dass der „Feind“ für den Angriff verantwortlich sei. Das US-Militär hatte berichtet, am Mittwochabend (deutscher Zeit) eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet zu haben.

Indien verbietet Einsatz von Seeleuten in der Straße von Hormus

Indien untersagt wegen der eskalierenden Gewalt im Persischen Golf vorerst den Einsatz indischer Seeleute auf Schiffen in der Straße von Hormus. Die Anordnung sei an Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gegangen, teilte die Generaldirektion für Schifffahrt mit. Bei Angriffen in der Region wurden innerhalb von drei Tagen zwei indische Seeleute getötet. Die Regierung in Neu-Delhi legte Protest beim Iran ein und bestellte dessen stellvertretenden Botschafter ein. Indien ist mit mehr als 300.000 Seeleuten der weltweit drittgrößte Anbieter von Arbeitskräften für die globale Schifffahrt.

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Explosionen in Teheran gemeldet

Im Zuge der jüngsten US-Angriffswelle gegen den Iran haben iranische Staatsmedien von Explosionen in der Umgebung der Hauptstadt Teheran berichtet – zum ersten Mal seit Beginn der aktuellen Kämpfe um die Kontrolle über die Straße von Hormus. Zudem berichteten die Staatsmedien, die amerikanischen Angriffe hätten die Provinz Semnan getroffen, in der die Produktion ballistischer Raketen sowie das iranische Raumfahrtprogramm angesiedelt sind. Zunächst gab es keine Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden durch die Angriffe.

US-Militär beendet nächtliche Angriffswelle

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine nächtliche Welle von Luftangriffen gegen den Iran beendet. Die Angriffe erschütterten erstmals seit Beginn der aktuellen Kämpfe um die Kontrolle über die Straße von Hormus auch Teile des Nordens des Landes. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen in der Umgebung der Hauptstadt Teheran sowie von Angriffen auf die Provinz Semnan. Zunächst gab es keine Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden.

Iran greift Bahrain und Kuwait an

Nach einer weiteren US-Angriffswelle gegen den Iran hat die Islamische Republik am frühen Donnerstagmorgen Angriffe gegen Bahrain und Kuwait gestartet. Zunächst gab es keine Angaben zu Schäden oder möglichen Opfern. Die iranischen Angriffe erfolgten, nachdem die USA erneut eine Seeblockade gegen den Iran verhängt und ihre Luftangriffe wegen des Konflikts um die Straße von Hormus verstärkt hatten. Die USA hatten am Mittwochabend eine dritte Angriffswelle innerhalb von 24 Stunden gestartet, wie das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mitteilte. Dabei habe man unter anderem einen unter der Flagge Curaçaos fahrenden Öltanker auf dem Weg zur Insel Charg außer Gefecht gesetzt.

US-Militär greift Tanker mit Ziel iranischer Hafen an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker angegriffen, der einen iranischen Hafen im Persischen Golf ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe verschiedene Warnungen ignoriert und versucht, gegen die US-Blockade von iranischen Häfen zu verstoßen, teilte Centcom auf X mit. Das Handelsschiff war demnach in internationalen Gewässern in Richtung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg unterwegs. Man habe den Schornstein des unter der Flagge Curaçaos fahrenden Schiffes mit Raketen beschossen und es manövrierunfähig gemacht.

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Israels Parlament schwächt Kontrolle der Regierung

Das israelische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Befugnisse der Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara deutlich einschränkt. Die Knesset billigte das Gesetz in dritter und letzter Lesung. Nach Angaben der Regierungskoalition soll das Gesetz das Verhältnis zwischen Regierung und Rechtsberatung neu ordnen. Kritiker sehen darin eine Schwächung der rechtsstaatlichen Kontrolle der Exekutive. Die Generalstaatsanwältin prüft unter anderem, ob Entscheidungen der Regierung mit geltendem Recht vereinbar sind. Der nun gebilligte Gesetzentwurf sieht vor, dass diese Rechtsgutachten nicht länger bindend sind und die Regierung sie faktisch ignorieren kann.

US-Angriffe auf Iran bereiten wohl umfassendere Einsätze vor

Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran sollen Insidern zufolge nicht nur die Straße von Hormus offenhalten, sondern zudem mögliche umfassendere Militäroperationen vorbereiten. Die Bombardements sollten die iranische Luftabwehr sowie Radaranlagen und Raketenstellungen schwächen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dies erweitere die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump. Einem der Insider zufolge handele es sich um vorbereitende Maßnahmen für den Fall, dass die US-Streitkräfte den Befehl für intensivere Einsätze erhielten.

Iran: Kein Grund, sich an US-Vereinbarung zu halten

Der Iran sieht Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf zufolge keinen Grund, sich an eine Absichtserklärung mit den USA zu halten, wenn das Land nicht davon profitiere. Die Islamische Republik befinde sich in einem existenziellen Krieg gegen die USA, deren Ziel es sei, das iranische System zu stürzen und das Land zu spalten. Die Streitkräfte hätten freie Hand, um der Aggression des Feindes entgegenzutreten. Zugleich betone Ghalibaf, dass auch Diplomatie und Verhandlungen eingesetzt werden müssten, um nationale Interessen zu wahren.

USA sanktionieren Netzwerk für iranische Waffenbeschaffung

Die US-Regierung verhängt Sanktionen gegen Personen und Unternehmen, die als Teil eines internationalen Netzwerks den Iran bei der Waffenbeschaffung unterstützen sollen. Davon betroffen seien iranische und russische Staatsbürger sowie Einrichtungen im Iran, in Russland und in Nigeria, teilt das US-Finanzministerium mit. Der Iran nutze ausländische Luftfahrt- und Transportunternehmen sowie Finanzkanäle, um die Rolle der iranischen Revolutionsgarden beim illegalen Erwerb zu verschleiern.

Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen Hisbollah an

Der Irak hat seine Banken und zuständigen Finanzinstitutionen angewiesen, neue US-Sanktionen gegen mutmaßliche Unterstützer-Netzwerke der libanesischen Hisbollah und der Terrororganisation Islamischer Staat umzusetzen. Die Maßnahmen zielten darauf ab, den Zugang sanktionierter Personen und Organisationen zum irakischen Finanzsystem zu unterbinden, teilte ein irakischer Regierungsvertreter mit. Der Schritt erfolgte einen Tag nach einem Treffen des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit US-Präsident Donald Trump in Washington.

Iran meldet 35 Tote nach US-Luftangriffen

Die jüngsten US-Luftangriffe auf Ziele im Iran haben nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums mehr als 35 Menschen das Leben gekostet. Mindestens 72 Menschen seien zudem in den vergangenen Tagen mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Ministeriumssprecher Hossein Kermanpur. Die Zahl der Verletzten lag damit deutlich höher als bei allen anderen jüngsten Angriffen auf den Iran. Laut staatlichem Fernsehen kündigte das iranische Militär eine entschlossene Antwort auf „diese aggressive Aktion des amerikanischen Feindes“ an.

Fortschritte bei israelisch-libanesischen Gesprächen

Bei den von den USA vermittelten Gesprächen in Rom zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern hat es nach Angaben aus libanesischen Regierungskreisen „sichtbare Fortschritte“ bei der Festlegung von Gebieten für zwei sogenannte Pilotzonen gegeben. Am Freitag sollten weitere Gespräche auf militärischer Ebene zur genauen Umsetzung folgen. In einem Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon wurde vereinbart, dass der Rückzug in Pilotzonen getestet werden soll.

US-Militär schließt 90-minütige Angriffswelle ab

Das US-Militär schloss eigenen Angaben zufolge eine 90-minütige Welle von Angriffen gegen Ziele im Iran ab. Die Luftschläge hätten sich gegen Küstenverteidigungssysteme sowie Lager- und Abschussanlagen für Marschflugkörper auf der größeren der beiden Tunb-Inseln gerichtet, wie Centcom mitteilte. Ziel des Einsatzes sei gewesen, die Fähigkeiten des Irans für Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus weiter zu schwächen.

Weitere Entwicklung

Ein großes Propagandaplakat in Teheran zeigt US-Präsident Donald Trump in einem Sarg. Auf Persisch und Englisch heißt es auf der Fassade „Wir werden Trump töten“. Hintergrund sind Vergeltungsrufe für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Zudem wurde im Iran abermals ein Mann im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar hingerichtet. Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen gab es trotz Waffenruhe erneut Tote. Die Al-Aksa-Klinik in Deir al-Balah meldete vier Todesopfer, darunter ein sechs Jahre altes Mädchen und seine Eltern.