Trump-Familie verdient Milliarden mit Krypto-Deals – Anleger verlieren
Trump-Familie kassiert Milliarden mit Krypto-Deals

Die Familie von US-Präsident Donald Trump hat seit dessen erneutem Amtsantritt Milliarden Dollar mit Krypto-Geschäften verdient. Laut Recherchen und Datenanalysen der Nachrichtenagentur Reuters beläuft sich die Gesamtsumme auf mindestens 2,3 Milliarden Dollar. Hunderttausende Anleger verloren währenddessen Geld in ähnlicher Höhe.

Das Geschäftsmodell der Trumps

Mitglieder der Trump-Familie mussten persönlich kein besonders großes finanzielles Risiko eingehen. Ihre Bekanntheit reichte aus, um Milliarden zu verdienen. Als wichtigstes Projekt nennt Reuters die Plattform World Liberty Financial.

1,4 Milliarden Dollar mit nur einem Deal

Die Präsidenten-Söhne Eric und Donald Trump Jr. sollen die Krypto-Plattform intensiv beworben haben. Der Verkauf sogenannter Governance-Token florierte und spülte 1,4 Milliarden Dollar in die Familienkasse. Diese Token sind digitale Wertmarken, mit denen Käufer bei bestimmten zukünftigen Entscheidungen mitreden dürfen. Problem für die Privatanleger: Bis Ende April stürzte der Kurs um 87 Prozent ab. Zudem verärgerten Verkaufsbeschränkungen bis zum Jahr 2030 viele Anleger.

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Weitere Krypto-Projekte

Der hochspekulative Token „$TRUMP“ brachte der Familie rund 616 Millionen Dollar, während Käufer Verluste von mehr als 700 Millionen Dollar erlitten. Familienmitglieder bewarben auch zwei an der US-Tech-Börse Nasdaq notierte KI- und Bitcoin-Unternehmen – die Kurse brachen später ein. Externe Anleger verloren bei American Bitcoin mehr als 200 Millionen Dollar, während Eric Trump einen Anteil von neun Prozent im Wert von mehr als 70 Millionen Dollar hält.

So arbeiteten die Analysten

Experten werteten für Reuters Tausende Seiten Unternehmensdaten, Transaktionen, Branchenberichte und Interviews aus. Die Ergebnisse wurden von Fachleuten für Rechnungswesen und Kryptowährungen geprüft. Ethikexperten sehen in den Ergebnissen einen beispiellosen Interessenkonflikt. Das Weiße Haus wies Vorwürfe zurück, ging auf die Reuters-Recherchen aber nicht direkt ein.

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