US-Präsident Trump macht Minnesota für Cyberangriffe verantwortlich
Trump macht Minnesota für Cyberangriffe verantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat in der Kabinettssitzung auf Camp David den demokratischen Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, für die Cyberangriffe auf mehr als 30 Wassersysteme des Bundesstaats verantwortlich gemacht. „Ich glaube, dass Minnesota dahintersteckt“, sagte Trump am Freitag. „Weil sie grob inkompetent sind. Ich glaube, der Gouverneur steckt dahinter.“ Er glaube nicht, dass es sich um einen iranischen Angriff gehandelt habe, wie Sicherheitsbehörden zuvor gewarnt hatten. Die Behörden haben den Ursprung der Attacken vom Sonntag und Montag bislang nicht offiziell benannt.

Trump legte keine Beweise vor. Das Weiße Haus verwies auf Anfrage lediglich auf Trumps Äußerungen. Walz wies die Vorwürfe auf der Plattform X zurück: Trump wisse genau, wer für den Angriff verantwortlich sei. Auch andere Bundesstaaten seien betroffen gewesen. „So sieht moderne Kriegsführung aus, und es verdeutlicht zudem, dass es keinen Plan gibt, einen Krieg gegen den Iran zu gewinnen.“ Walz warf der von Tech-Milliardär Elon Musk geleiteten US-Effizienzbehörde Doge vor, mit ihren Einsparungen die Agentur für Cybersicherheit und Infrastrukturschutz ausgehöhlt zu haben. Dadurch seien die USA Cyberangriffen schutzlos ausgeliefert.

Reisepässe mit Trumps Abbild

Das US-Außenministerium hat wegen großer Nachfrage 250.000 zusätzliche Reisepässe mit dem Konterfei von Präsident Trump drucken lassen. Die limitierte Auflage kann ab dem 8. August auch in Chicago, Dallas, Boston, Seattle und Houston beantragt werden. Bisher gab es die ersten 250.000 Stück nur in Washington. Die Aktion geht auf den 250. Geburtstag der USA zurück. Der Pass zeigt den 80-jährigen Präsidenten in strenger Pose mit Unterschrift. Warum nicht frühere Präsidenten abgebildet wurden, blieb unklar.

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Reflecting Pool: Bauunternehmen statt Vandalen

Das US-Justizministerium hat die Einstellung des Strafverfahrens gegen den früheren Olympioniken David Hearn beantragt, der wegen Beschädigung des Reflecting Pools angeklagt war. Wie aus einem 20-seitigen Schriftsatz hervorgeht, belegen neue Unterlagen, dass der Schaden auf fehlerhafte Arbeiten eines Bauunternehmens zurückgeht. Das Projekt sei überstürzt ausgeführt worden, um vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der USA abgeschlossen zu sein. US-Staatsanwältin Jeanine Pirro bat das Gericht, das Verfahren einzustellen. Hearns Anwälte erklärten, das Verfahren hätte nie eingeleitet werden dürfen.

Falsche Afrika-Karte beim Aids-Kongress

Bei der 26. Internationalen Aids-Konferenz in Rio de Janeiro hat das US-Außenministerium eine Karte präsentiert, auf der viele afrikanische Länder falsch verortet waren. Nigeria lag ohne Küstenzugang im Norden, Mosambik etwa dort, wo Äthiopien liegt, und die Elfenbeinküste hatte keine Küste mehr. Ein Sprecher nannte die Panne einen „bedauerlichen Fehler“. Ein Teammitglied habe die Folien unmittelbar vor dem Vortrag eilig geändert. Ob dabei Künstliche Intelligenz half, ließ er offen.

Impfallianz Gavi: USA geben 600 Millionen Dollar frei

Die US-Regierung hat 600 Millionen Dollar für die globale Impfallianz Gavi freigegeben. Das Geld war von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. wegen unbegründeter Sicherheitsbedenken blockiert worden. Kennedy, ein bekannter Impfskeptiker, hatte die Zahlungen im Juni 2025 gestoppt und auf den Konservierungsstoff Thiomersal verwiesen, den Impfgegner seit Jahren mit Autismus in Verbindung bringen. Das Außenministerium erklärte, Gavi habe zugesagt, auf quecksilberfreie Alternativen umzusteigen. Die USA waren zuvor mit rund 13 Prozent der Mittel einer der größten Geldgeber.

Senat macht Weg für Russland-Sanktionen frei

Der US-Senat hat mit 86 zu zwölf Stimmen einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. Präsident Trump soll die Befugnis erhalten, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die russisches Öl und Gas kaufen. Demokraten kritisieren die Zoll-Befugnisse als „massive Hintertür-Autorität“ und warnen vor höheren Importkosten, die auch Europa treffen könnten. Der Entwurf muss noch vom Repräsentantenhaus gebilligt werden. Auf Wunsch Trumps wurden auch Iran-Sanktionen aufgenommen.

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Jay Clayton neuer Geheimdienstchef

Der US-Senat hat Jay Clayton als neuen Leiter der nationalen Nachrichtendienste bestätigt. Der bisherige Bundesstaatsanwalt erhielt 51 zu 47 Stimmen. Clayton folgt auf Tulsi Gabbard, nachdem Bill Pulte das Amt kommissarisch geführt hatte. Demokraten kritisierten Clayton, weil er sich geweigert hatte zu sagen, dass Joe Biden die Wahl 2020 gewonnen habe.

Netanjahu: Gespräch mit Trump war „exzellent“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat sein Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus als „eines der besten“ Gespräche bezeichnet. In einem Instagram-Video sprach er von „Partnerschaft“ und einem gemeinsamen Verständnis, den Iran an Atomwaffen zu hindern. Das Treffen dauerte rund 90 Minuten.

Weitere Meldungen aus den USA

  • Trump fordert den Senat auf, seine Sommerpause zu verschieben, um ein Gesetz zum strikten Nachweis der Staatsbürgerschaft bei Wahlen zu verabschieden.
  • Ex-FBI-Direktor James Comey verlangt die Abweisung einer Anklage wegen angeblicher Drohungen gegen Trump. Ein Muschelfoto am Strand sei keine Drohung.
  • Nach tödlichen Schüssen durch einen ICE-Beamten in Maine wird nun auch die Sicherheitsüberprüfung des Beamten intern geprüft.
  • Die USA haben die Überprüfung ihrer Militärpräsenz in Europa gestartet, wie Unterstaatssekretär Elbridge Colby mitteilte.
  • New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani plant in fünf städtischen Supermärkten einen Rabatt von 30 Prozent auf Grundnahrungsmittel.