IAV in Berlin: Betriebsrat befürchtet 1200 Jobs weg
IAV in Berlin: 1200 Jobs in Gefahr

Die Krise in der deutschen Automobilindustrie hat nun auch ein Unternehmen in Berlin-Charlottenburg erreicht. Der Betriebsrat der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), eine Tochtergesellschaft von Volkswagen, befürchtet den Verlust von bis zu 1200 Arbeitsplätzen. Laut Betriebsrat droht sogar eine komplette Standortschließung.

Senat und Bezirk wollen gegensteuern

Der Berliner Senat und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf haben angekündigt, die drohenden Stellenstreichungen verhindern zu wollen. Sie stehen in Kontakt mit der Unternehmensführung und suchen nach Lösungen, um den Standort zu erhalten. Die genauen Maßnahmen sind noch nicht bekannt.

Zusammenhang mit VW-Krise

Der Betriebsrat sieht einen direkten Zusammenhang mit der schweren Krise bei Volkswagen. IAV ist als Entwicklungsdienstleister stark von den Aufträgen des Mutterkonzerns abhängig. Die schwache Nachfrage nach Elektroautos und die hohen Kosten belasten VW, was sich nun auf die Tochter auswirkt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

„Wir sind tief besorgt. Die Ankündigung trifft uns völlig unerwartet, aber die Zeichen standen schon länger auf Sturm“, sagte ein Betriebsratssprecher. Die Belegschaft sei verunsichert, viele Mitarbeiter hätten Angst um ihre Zukunft.

Auswirkungen auf den Standort Berlin

Ein Verlust von 1200 Arbeitsplätzen wäre ein schwerer Schlag für den Technologiestandort Berlin. IAV beschäftigt in Charlottenburg hochqualifizierte Ingenieure und Entwickler. Die Stadt hatte in den letzten Jahren versucht, sich als Zentrum für Mobilität und Zukunftstechnologien zu positionieren.

Die Wirtschaftssenatorin betonte, man werde alles tun, um die Arbeitsplätze zu sichern. „Wir stehen in engem Austausch mit dem Unternehmen und den Sozialpartnern, um eine sozialverträgliche Lösung zu finden“, erklärte sie. Auch der Bezirksbürgermeister zeigte sich alarmiert und versprach Unterstützung.

Branche unter Druck

Die Krise der deutschen Autoindustrie verschärft sich zunehmend. Neben VW kämpfen auch andere Hersteller und Zulieferer mit sinkenden Absatzzahlen, hohen Investitionen in die Elektromobilität und dem Wettbewerb aus China. Experten erwarten weitere Stellenstreichungen in der Branche.

IAV selbst hat sich bislang nicht offiziell zu den Gerüchten geäußert. Der Betriebsrat fordert jedoch Transparenz und einen sofortigen Stopp aller Pläne zur Standortschließung. Eine Betriebsversammlung ist für die kommende Woche anberaumt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration