VW Sharan Gebrauchtwagen-Check: TÜV-Mängel und Kauftipps
VW Sharan Gebraucht: TÜV-Mängel und Kauftipps

Der VW Sharan bleibt als einer der letzten echten Familienvans beliebt, doch Gebrauchtwagenkäufer sollten laut TÜV genau hinschauen. Die zweite Generation des Großraumvans ging 2022 nach fast zwölf Jahren Bauzeit ohne Nachfolger in Rente. Interessenten müssen mit überdurchschnittlichen Mängelquoten rechnen.

TÜV-Mängel: Achsaufhängung und Bremsen im Fokus

Bereits bei der ersten Hauptuntersuchung (HU) fallen überdurchschnittlich häufig Mängel an der Achsaufhängung auf. Das hohe Fahrzeuggewicht von rund 1,9 Tonnen fordert seinen Tribut. Bei älteren Jahrgängen rücken defekte Dämpfer, hoher Verschleiß der Bremsscheiben und verstellte Scheinwerfer in den Fokus. Ölverlust ist vor allem bei älteren Modellen ein Thema.

Raumwunder mit Schiebetüren

Der 4,85 Meter lange Sharan bietet Platz für bis zu sieben Personen. Die optionale dritte Sitzreihe ist eher für Kinder geeignet. Die drei Einzelsitze in der zweiten Reihe lassen sich umlegen und verschieben, aber im Gegensatz zur ersten Generation nicht mehr ausbauen. Das Kofferraumvolumen variiert in der fünfsitzigen Konfiguration zwischen 955 und 2.430 Litern, im Siebensitzer zwischen 300 und rund 2.300 Litern. Praktisch sind die seitlichen Schiebetüren, die auch elektrisch öffenbar sind.

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Motoren: Diesel dominieren, Benziner selten

Die meisten Erstkäufer entschieden sich für einen der 2,0-Liter-Dieselmotoren mit Leistungen von 85 kW/115 PS bis 135 kW/184 PS. Die Normverbräuche liegen zwischen 5,0 und 6,2 Litern. Ab Sommer 2020 nahm VW die Diesel aus dem Programm. Käufer sollten bei Euro-5-Aggregaten prüfen, ob die Software-Aktualisierung im Rahmen des Abgasskandals durchgeführt wurde. Das Benzinerangebot umfasste einen 1,4-Liter-Vierzylinder mit 150 PS sowie einen 2,0-Liter mit 200 oder 220 PS (Verbrauch 6,4 bis 8,4 Liter). Zuletzt war nur noch der 1,4-Liter im Angebot.

Ausstattung und Sicherheit

Die Basis „Trend“ bietet Einzelsitze im Fond, zwei Schiebetüren, Klimaanlage und Radio. Höhere Niveaus wie „Comfortline“ und „Highline“ ergänzen Alufelgen, Dachreling, Leder oder Klimaautomatik. Sondermodelle wie „Life“, „Beach“, „United“ oder „Allstar“ bieten oft eine umfangreiche Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen.

Fazit und Marktpreise

Der Sharan überzeugt mit Platzangebot und Kofferraum, hat aber TÜV-Schwächen. Ein gründlicher Check vor dem Kauf ist empfehlenswert. Laut mobile.de werden aktuell rund 1.500 gebrauchte Sharan-Modelle der zweiten Generation angeboten, Preise starten bei etwa 4.000 Euro für Fahrzeuge mit hoher Laufleistung.

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