Die US-Bank JP Morgan Chase hat im zweiten Quartal 2026 mit 21,2 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte erzielt. Das teilte das größte Geldhaus der USA am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei knapp 15 Milliarden Dollar gelegen. Je Aktie stieg das Ergebnis von 5,24 auf 7,70 Dollar.
Aktienhandel und Investmentbanking treiben Wachstum
Besonders die Aktienhändler übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Erträge aus dem Aktienhandel stiegen im zweiten Quartal um 86 Prozent auf 6,03 Milliarden Dollar. Das gesamte Handelsergebnis erreichte mit 12,1 Milliarden Dollar ein neues Rekordniveau. Auch das Investmentbanking profitierte von einer Belebung des weltweiten Fusions- und Übernahmegeschäfts sowie von großen Börsengängen.
Zudem bescherte die langjährige Beteiligung von JP Morgan am Kreditkartenanbieter Visa dem Institut 4,6 Milliarden Dollar Sondereinnahmen. Nahezu jeder Geschäftsbereich übertraf die Schätzungen der Analysten.
Dimon warnt vor versteckten Risiken
Trotz der starken Zahlen warnte Unternehmenschef Jamie Dimon in der Mitteilung vor mehreren Risiken: „Mehrere Risiken verschieben sich unter der Oberfläche wie tektonische Platten – darunter geopolitische Spannungen und Kriege, hartnäckige Inflation, hohe globale Haushaltsdefizite und überhöhte Vermögenspreise.“
Die US-Bilanzsaison beginnt mit diesen starken Zahlen von JP Morgan und auch Goldman Sachs, die ebenfalls die Erwartungen übertrafen. Analysten sehen darin ein Zeichen für die Robustheit der US-Wirtschaft, doch Dimons Warnung unterstreicht die anhaltenden Unsicherheiten.
Die Aktie von JP Morgan Chase notierte nach Bekanntgabe der Zahlen leicht im Plus. Anleger reagierten positiv auf den Rekordgewinn, behielten aber Dimons Warnungen im Hinterkopf.



