Iran-Krieg treibt Energiepreise: Heizöl mit Rekordsprung, Spritpreise auf Höchststand seit Jahren
Iran-Krieg lässt Sprit- und Heizölpreise explodieren

Iran-Konflikt lässt Energiepreise in Deutschland explodieren

Der anhaltende Krieg im Iran hat unmittelbare Auswirkungen auf die deutschen Energiepreise. Sowohl an den Tankstellen als auch beim Heizöl sind deutliche Preissprünge zu verzeichnen, die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar belasten.

Spritpreise erreichen Höchststände seit fast zwei Jahren

Der ADAC meldet einen deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise. Bereits am Sonntag lagen die bundesweiten Tagesdurchschnittspreise für Super E10 bei 1,794 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,759 Euro pro Liter. Dies sind die höchsten Werte seit fast zwei Jahren. Zuletzt war E10 Ende Mai 2024 teurer, Diesel Anfang April 2024.

Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte des ADAC, warnt: "Ich befürchte, dass es heute an den Zapfsäulen noch weiter nach oben geht. Die Zahlen am Vormittag deuten auf eine Dimension von drei bis vier Cent."

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Betrachtet man die Preise jeweils um 10.30 Uhr von Freitag bis Montag, zeigt sich bei E10 ein Plus von 5 Cent, bei Diesel von 5,2 Cent. Der deutlichste Anstieg erfolgte dabei am Montag.

Heizölpreise verzeichnen noch stärkere Ausschläge

Beim Heizöl fällt der Preissprung noch deutlicher aus. Das Internetportal Heizoel24 gab den Preis am Montagvormittag zwischenzeitlich mit mehr als 120 Euro pro 100 Litern an. Noch am Freitag lagen die Preise deutlich unter 100 Euro. Die Entwicklung gestaltete sich am Montag sehr dynamisch, und bereits am Wochenende war eine sehr hohe Nachfrage nach Heizöl zu verzeichnen.

Experten erwarten weiteren Preisanstieg

Laberer sieht keine schnelle Besserung: "Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten." Mittelfristig gebe es jedoch Hoffnung auf gemäßigtere Preise, falls sich die Lage am Golf wieder beruhigt, da die Opec+ angekündigt hat, die Fördermengen zu erhöhen.

Der Experte weist darauf hin, dass steigende Ölpreise meist sehr schnell an den Zapfsäulen ankommen, während sinkende Preise oft länger brauchen. Zudem könnte der aktuelle Anstieg beim Sprit im Verhältnis geringer ausgefallen sein, weil Diesel in den letzten Wochen seiner Ansicht nach im Vergleich zum Ölpreis bereits zu teuer war.

Ölpreis als Haupttreiber der Entwicklung

Der Ölpreis ist in Kombination mit dem Dollarkurs der wichtigste Treiber für Veränderungen bei Sprit und Heizöl. Die Eskalation des Iran-Konflikts treibt den Ölpreis unter anderem deshalb, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich diese Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher

Wer aktuell beim Tanken sparen möchte, dem rät Laberer zu den Abendstunden, da Sprit dann in der Regel günstiger ist als am Morgen. Zudem betont er: "Gerade in volatilen Zeiten können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Tankstellen besonders hoch ausfallen." Ein Vergleich lohnt sich daher jetzt erst recht.

Sollte sich der erwartete Anstieg im Tagesverlauf des Montags bestätigen, könnte bei Diesel sogar der höchste Preis seit 2023 erreicht werden. Die Situation bleibt angespannt, und Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich vorerst auf weiterhin hohe Energiepreise einstellen.

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