Ölpreise steigen nach Nahost-Eskalation deutlich an - Iran-Konflikt belastet Märkte
Ölpreise steigen nach Nahost-Eskalation deutlich an

Ölpreise steigen nach Nahost-Eskalation deutlich an

Die Ölpreise haben nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten am Wochenende deutlich zugelegt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und erreichte mit 82,37 US-Dollar den höchsten Stand seit Januar 2025. Auch der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual zweistellig zu.

Iran-Konflikt belastet internationalen Ölhandel

Im Nahen Osten eskaliert der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Am Wochenende griffen Israel und die USA den Iran an und töteten dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein.

Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Straße von Hormus. Jede Störung in dieser Region könnte die Energiepreise weiter steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

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Marktreaktion und Gegenmaßnahmen

Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus. Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Märkte zu stabilisieren und eine Überhitzung der Ölpreise zu vermeiden. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da der Konflikt im Nahen Osten weiterhin schwelt und jederzeit neue Eskalationen möglich sind.

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