Wenn das Hemd oder die Bluse bereits am Vormittag am Rücken klebt, wird das äußere Erscheinungsbild für viele zur Nebensache. Doch auch bei Temperaturen über 35 Grad leben wir in einer dicht besiedelten Stadt und treffen im Büro oder auf dem Weg dorthin auf andere Menschen. Wie das im Hochsommer würdevoll gelingt, erklären Berliner Modeexperten.
Materialien und Farben
„Niemand möchte Männerzehen sehen“, sagt ein Berliner Modeberater mit Blick auf zu luftige Sandalen. Stattdessen empfiehlt er atmungsaktive Stoffe wie Leinen oder Baumwolle. Leinen könne bis zu 30 Prozent der Körperfeuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Helle Farben reflektieren das Sonnenlicht und verhindern, dass sich die Kleidung aufheizt. Dunkle Farben hingegen absorbieren Wärme und sollten gemieden werden.
Silhouetten und Schichten
Locker sitzende Kleidung fördert die Luftzirkulation. Weite Hosen oder Kleider mit A-Schnitt sind ideal. Ein weiterer Tipp: Weniger ist mehr – auf mehrere Lagen sollte verzichtet werden. Ein einzelnes, hochwertiges Kleidungsstück aus Naturfaser ist besser als ein Kombination aus Synthetik und Baumwolle. Synthetische Fasern wie Polyester verhindern, dass Schweiß verdunstet, und führen zu Hitzestau.
Accessoires und Schuhwerk
Bei Schuhen sind geschlossene Modelle aus Leder oder Leinen empfehlenswert, um die Füße zu schützen. Offene Sandalen können bei hohen Temperaturen zu schmerzhaften Blasen führen. Auch Sonnenhut und Sonnenbrille sind nicht nur modisch, sondern schützen vor UV-Strahlung. Ein leichter Seidenschal oder ein Baumwolltuch kann bei Bedarf mit Wasser benetzt werden, um für Abkühlung zu sorgen.
Insgesamt raten die Experten, bei Extremhitze auf Funktionalität zu achten, ohne auf Stil zu verzichten. „Mit den richtigen Materialien und Schnitten bleibt man auch bei 35 Grad frisch und sieht gut aus“, so der Berliner Modeberater.



