TotalEnergies gibt Windpark-Konzession bei Helgoland zurück und fordert Entschädigung
TotalEnergies gibt Windpark-Konzession zurück

TotalEnergies gibt Windpark-Konzession bei Helgoland zurück

Entgegen früheren Aussagen plant der französische Öl- und Gaskonzern TotalEnergies nun doch, die Konzession für ein Windparkprojekt nordwestlich der Insel Helgoland zurückzugeben. Zudem fordert das Unternehmen eine Entschädigung für die entstandenen Verzögerungen. Gleichzeitig betonte TotalEnergies, dass es weiterhin an der Entwicklung der übrigen Offshore-Wind-Konzessionen festhalte, die es in Deutschland besitzt.

Gründe für die Rückgabe

Der Konzern habe seine zwischen 2023 und 2025 erworbenen deutschen Offshore-Wind-Konzessionen aufgrund von Verzögerungen beim Netzanschluss überprüft, teilte das Unternehmen mit. Im Anschluss habe es Gespräche mit den deutschen Behörden aufgenommen, um die Bedingungen für eine Rückgabe der Konzession für das Projekt NordseeEnergies 2 (NSE2) festzulegen. Diese Gespräche seien bislang nicht erfolgreich gewesen.

Noch vor rund drei Wochen hatte TotalEnergies Medienberichte als „Behauptungen“ zurückgewiesen, wonach der Konzern das Interesse an ersteigerten Flächen verloren habe und im Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) auf eine Möglichkeit zur Rückgabe von Flächen gedrängt habe. Damals erklärte TotalEnergies auf Anfrage, man wolle seine Offshore-Wind-Projekte in Deutschland realisieren.

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Rechtliche Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums dürfen Zuschläge dem Windenergie-auf-See-Gesetz zufolge nicht zurückgegeben werden. Wenn ein Käufer bestimmte Fristen nicht einhalte, müsse die Bundesnetzagentur jedoch einen Zuschlag widerrufen. Vertragsstrafen seien in diesem Fall möglich. TotalEnergies sucht nun nach Wegen, um eine Entschädigung für die negativen Auswirkungen zu erwirken, die sich aus den Verzögerungen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zeitplänen für den Netzanschluss ergeben und das Projekt NSE2 betreffen.

Aktuelle Schritte

Zur Wahrung seiner Rechte aus der Konzession habe der Konzern am Donnerstag dennoch den Genehmigungsantrag für NSE2 eingereicht und die erste Rate in Höhe von 10 Prozent gemäß dem Lizenzvertrag geleistet. TotalEnergies hatte 2024 von der Bundesnetzagentur das Recht erhalten, das Projekt NSE2 zu entwickeln. Dieses liegt rund 120 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Helgoland und umfasst eine Fläche von etwa 156 Quadratkilometern. Die geplante Leistung des Windparks sollte 1,5 Gigawatt betragen.

Mehr: Ertragsverlust im Windschatten – Wie sich der Offshore-Ausbau in Deutschland selbst ausbremst.

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