Geschäftszahlen-Newsblog: BASF, ASML, DocMorris, Richemont – Quartalszahlen im Überblick
Geschäftszahlen-Newsblog: BASF, ASML, DocMorris, Richemont

Der Chemiekonzern BASF hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll 2026 nun zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro liegen, nach bisher erwarteten 6,2 bis 7,0 Milliarden. Im abgelaufenen Quartal kletterte das bereinigte Ergebnis auf 2,4 Milliarden Euro, ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,6 Milliarden). Der Umsatz stieg dank höherer Preise und einer anziehenden Nachfrage um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro.

ASML profitiert von KI-Boom

Der Chipausrüster ASML rechnet dank des Booms Künstlicher Intelligenz mit noch besseren Geschäften im laufenden Jahr. Der Umsatz soll nun 43 bis 45 Milliarden Euro erreichen, teilte das Unternehmen mit. Erst im April hatte das Management seine Prognose auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben. Die Bruttomarge soll mit 54 bis 56 Prozent ebenfalls höher ausfallen als zuletzt gedacht. Im zweiten Quartal steigerte ASML den Umsatz überraschend stark auf gut 9,3 Milliarden Euro. Die Bruttomarge stieg von 53 auf 54 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Konzern gut 2,9 Milliarden Euro.

DocMorris wächst mit E-Rezepten

DocMorris hat im zweiten Quartal dank eines stark wachsenden Geschäfts mit rezeptpflichtigen Medikamenten kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg um 15,2 Prozent auf knapp 309,7 Millionen Franken. Allein das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) schwoll um 45,8 Prozent an. Die Sparte Digital Services legte um 80 Prozent zu. „Unsere Umsatzdynamik hat im zweiten Quartal 2026 nochmals spürbar an Fahrt aufgenommen“, erklärte Firmenchef Walter Hess. Mit dieser Entwicklung sei das Unternehmen auf Kurs, im laufenden Jahr die Gewinnschwelle auf der Stufe des Betriebsergebnisses (Ebitda) zu erreichen, ergänzte Finanzchef Daniel Wüest.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Richemont mit zweistelligem Wachstum

Beim Luxusgüterkonzern Richemont hält der Lauf im Schmuckgeschäft an. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 zog der Konzernumsatz in Lokalwährungen um 20 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar an. Damit übertraf Richemont die Analystenschätzungen von durchschnittlich 5,9 Milliarden Euro. Das Schmuckgeschäft, zu dem die Juweliere Cartier und Van Cleef & Arpels gehören, setzte 24 Prozent mehr um. Das Uhrengeschäft entwickelte sich verhaltener mit einem Plus von acht Prozent.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Weitere Quartalszahlen

Boehringer Ingelheim verzeichnete ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, getrieben durch das Diabetesmittel Jardiance (5,7 Milliarden Euro) und das US-Geschäft. JPMorgan Chase verdiente im zweiten Quartal 21,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 41 Prozent, dank florierender Investmentbanking-Erlöse und Börsengängen wie SpaceX. Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson verzeichnete einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns um 7 Prozent auf 6,52 Milliarden Kronen, während der Umsatz um 6 Prozent auf 52,7 Milliarden Kronen fiel. Der Bahntechnikkonzern Vossloh senkte seine Prognose aufgrund geringerer Abrufe aus Rahmenverträgen und höherer Kosten. Evotec senkte nach einem mauen ersten Halbjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose deutlich und erwartet einen operativen Verlust. Hapag-Lloyd hob die Ergebnisprognose an, warnte aber vor hoher Unsicherheit durch geopolitische Herausforderungen. TSMC steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 36 Prozent auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar. Volkswagen verzeichnete einen Absatzrückgang von 6 Prozent im ersten Halbjahr, vor allem aufgrund schwacher China-Geschäfte. BMWs Absatz sank um 4 Prozent, wobei die Auslieferungen in China im zweiten Quartal um 30 Prozent einbrachen. Covestro hob die Prognose für das Gesamtjahr an, während Südzucker trotz Umsatzrückgang den Gewinn steigerte. Levi Strauss hob nach einem starken Quartal die Jahresziele an. Foxconn verzeichnete einen Umsatzsprung von fast 40 Prozent dank KI-Nachfrage. Primark-Mutter AB Foods leidet unter schwachem Zuckergeschäft. Nike übertraf die Umsatzerwartungen. Prosus steigerte Umsatz und Gewinn deutlich. FlatexDegiro erreicht seine Ziele für 2027 bereits 2026. Evonik profitierte von Lieferengpässen in Asien und hob die Prognose an. H&M verfehlte die Gewinnerwartungen aufgrund von Lagermanagement-Problemen. Brenntag hob die Gewinnprognose dank Iran-Krieg und Blockade der Straße von Hormus an. Hornbach meldete Umsatzwachstum, aber Gewinnrückgang aufgrund gestiegener Kosten.