Die US-Großbank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal dank florierender Geschäfte im Investmentbanking und einer Erholung bei Börsengängen deutlich mehr verdient. Der Gewinn des größten US-Geldhauses stieg in den drei Monaten bis Ende Juni auf 21,2 Milliarden Dollar nach 14,99 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Je Aktie entsprach dies einem Ergebnis von 7,70 Dollar nach 5,24 Dollar vor einem Jahr.
Investmentbanking legt um 30 Prozent zu
Die Erträge im Investmentbanking kletterten um 30 Prozent und übertrafen damit die eigenen Erwartungen des Geldhauses. JPMorgan profitierte von einer spürbaren Belebung des weltweiten Fusions- und Übernahmegeschäfts sowie von großen Börsengängen. Unter anderem begleitete die Bank das Debüt des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk, das mit einer Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar die größte Erstnotiz der Geschichte war.
Beteiligung an Mega-Deals
Damit nicht genug: JPMorgan war an der Fusion von NextEra Energy mit Dominion Energy im Volumen von 67 Milliarden Dollar sowie an einer Aktienplatzierung der Google-Mutter Alphabet im Wert von 85 Milliarden Dollar beteiligt. Daten des Analysehauses Dealogic zufolge überstieg das weltweite M&A-Volumen in diesem Jahr die Marke von drei Billionen Dollar, wobei JPMorgan seine Spitzenposition bei den weltweiten Erträgen im Investmentbanking verteidigte. In Deutschland ist die Wall-Street-Bank unter anderem am Verkaufsprozess für den verstaatlichten Energieriesen Uniper beteiligt.
Politische Unterstützung für Fusionen
US-Investmentbanken hatten bereits mit einem guten Jahr gerechnet. Denn die Regierung von US-Präsident Donald Trump unterstützt ihr genehme Fusionen und Übernahmen. Milliardenschwere Börsengänge von KI- und Raumfahrt-Firmen beleben zudem den Markt.
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