Klage gegen Warner-Paramount-Übernahme: 12 US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht
Klage gegen Warner-Paramount-Übernahme: 12 Bundesstaaten klagen

Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten haben Klage gegen die geplante Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros. Discovery durch Paramount eingereicht. Die Kläger argumentieren, der 110 Milliarden Dollar schwere Deal würde den Wettbewerb im Filmvertrieb und im Kabelfernsehen erheblich einschränken und damit Kinos, TV-Anbietern und Vertreibern schaden.

Klage mit breiter Unterstützung

„Mit dieser Klage setzen sich Kalifornien und unsere Nachbarstaaten für freie und faire Märkte ein – nicht für manipulierte Märkte“, sagte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Neben Kalifornien gehören zu den klagenden Bundesstaaten unter anderem New York, Illinois und Washington. Die Klage zielt darauf ab, die Fusion zu blockieren, die bereits vom US-Justizministerium genehmigt wurde.

Paramount-Chef David Ellison verfolgt mit der Übernahme das Ziel, sein Unternehmen zu einem bedeutenden Konkurrenten von Netflix und Disney zu machen. Die Fusion würde zwei der größten Film- und Fernsehstudios der Welt vereinen.

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Rechtliche Hürden und finanzielle Risiken

Bis zu einer Entscheidung über die Klage dürften voraussichtlich Monate vergehen. Diese Verzögerung könnte für Paramount Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursachen. Die Bundesstaaten haben Paramount aufgefordert, den Abschluss der Transaktion bis zum Ende des Rechtsverfahrens zu verschieben.

Paramount hat sich verpflichtet, den Aktionären von Warner Bros. Discovery jedes Quartal rund 650 Millionen Dollar als Ausgleichszahlung zu zahlen, falls die Übernahme nicht vor Oktober abgeschlossen wird. Sollte sich das Verfahren hinziehen, drohen dem Unternehmen also erhebliche finanzielle Belastungen.

Kritik an der Genehmigung durch das Justizministerium

Das US-Justizministerium hatte die Fusion im vergangenen Monat genehmigt und erklärt, der Deal komme Verbrauchern und Arbeitnehmern zugute. Kritiker sehen darin jedoch ein Zeichen für eine zu lasche Regulierung unter der Trump-Regierung, die Freunde und Spender bevorzuge.

Der Vater von Paramount-CEO David Ellison, der milliardenschwere Oracle-Mitbegründer Larry Ellison, gilt als ein Vertrauter von Präsident Donald Trump. Diese Verbindung nährt den Verdacht, dass die Genehmigung politisch motiviert sein könnte.

Auswirkungen auf die Filmbranche

Die Kläger befürchten, dass die Übernahme zu einer Marktkonzentration führt, die kleinere Wettbewerber verdrängt und die Vielfalt im Filmangebot einschränkt. Insbesondere der Filmvertrieb und das Kabelfernsehen könnten unter der Fusion leiden. Kinos und unabhängige TV-Anbieter müssten mit schlechteren Konditionen rechnen.

Die Entscheidung des Gerichts wird mit Spannung erwartet, da sie weitreichende Folgen für die gesamte Unterhaltungsindustrie haben könnte. Sollte die Klage Erfolg haben, könnte dies ein Präzedenzfall für künftige Mega-Fusionen in der Medienbranche sein.

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