Rekordquartale: ABB, BlackRock, BASF & Co. heben Prognosen an
Rekordquartale: ABB, BlackRock, BASF heben Prognosen an

Der Elektrotechnikkonzern ABB hat im zweiten Quartal 2026 einen Rekord-Auftragseingang von 12,04 Milliarden Dollar verbucht, ein Plus von 30 Prozent. Der Boom beim Bau von Rechenzentren trieb das Wachstum, insbesondere im Bereich Elektrifizierung mit einem Anstieg von 60 Prozent. Der Nettogewinn stieg um sieben Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar, die operative Marge erreichte 20,2 Prozent. Analysten hatten mit einem Gewinn von 1,32 Milliarden Dollar und einer Marge von 19,9 Prozent gerechnet. Der Konzern bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr: ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich und eine steigende operative Marge.

Johnson & Johnson hebt Jahresziele an

Der US-Pharmariese Johnson & Johnson hat im zweiten Quartal trotz rückläufiger Verkäufe seines Psoriasis-Medikaments Stelara von neuen Krebsmedikamenten und Arzneien für Entzündungskrankheiten profitiert. Konzernchef Joaquin Duato sprach von einem starken Jahresviertel. Die Jahresprognose wurde angehoben: Der Erlös soll nun bis zu 101,4 Milliarden Dollar erreichen, der bereinigte Gewinn je Aktie 11,60 bis 11,75 Dollar.

BlackRock mit Rekordvolumen

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat dank einer Börsenrallye und starker Mittelzuflüsse ein Rekordvolumen von 15,34 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen erreicht. Im zweiten Quartal flossen netto 192 Milliarden Dollar neues Geld zu, vor allem in die ETF-Tochter iShares. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 13,91 Dollar deutlich über den Analystenerwartungen von 12,59 Dollar.

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BASF und Boehringer Ingelheim mit Gewinnsprüngen

Der Chemiekonzern BASF hob nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Jahresprognose an. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll nun zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro liegen, nach zuvor 6,2 bis 7,0 Milliarden. Im zweiten Quartal stieg das bereinigte Ebitda auf 2,4 Milliarden Euro, der Umsatz um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 16 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, getrieben durch das Diabetesmittel Jardiance und das US-Geschäft.

Luxusgüter und Halbleiter boomen

Der Luxusgüterkonzern Richemont (Cartier, Van Cleef & Arpels) steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 20 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Der Chipausrüster ASML hob seine Jahresprognose auf 43 bis 45 Milliarden Euro an, getrieben durch den KI-Boom. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 9,3 Milliarden Euro, die Bruttomarge auf 54 Prozent. Auch der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um fast 40 Prozent auf rund 2,5 Billionen Taiwan-Dollar.

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Weitere Quartalszahlen

Die Online-Apotheke DocMorris wuchs im zweiten Quartal um 15,2 Prozent auf 309,7 Millionen Franken, das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten sogar um 45,8 Prozent. Die US-Großbank JPMorgan Chase verdiente im zweiten Quartal 21,2 Milliarden Dollar, getrieben durch Investmentbanking und Börsengänge. Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson verzeichnete einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns um sieben Prozent auf 6,52 Milliarden Kronen, übertraf aber die Erwartungen. Der Bahntechnikkonzern Vossloh senkte seine Prognose aufgrund geringerer Abrufe und höherer Kosten. Evotec senkte nach einem schwachen ersten Halbjahr die Prognose und erwartet einen operativen Verlust. Hapag-Lloyd hob die Ergebnisprognose auf 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar an, warnte aber vor Unsicherheiten durch Seeblockaden. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 36 Prozent auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar. Volkswagen verzeichnete im ersten Halbjahr einen Absatzrückgang von sechs Prozent auf 4,1 Millionen Fahrzeuge, vor allem wegen des schwachen China-Geschäfts. BMW lieferte im ersten Halbjahr 1,15 Millionen Fahrzeuge aus, ein Rückgang von vier Prozent. Covestro hob die Prognose für 2026 an, nachdem das Ebitda im ersten Halbjahr auf 669 Millionen Euro stieg. Südzucker steigerte den operativen Gewinn im ersten Quartal auf 135 Millionen Euro. Levi Strauss hob die Jahresziele nach einem starken Quartal an. AB Foods rechnet trotz Umsatzwachstum bei Primark mit einem Rückgang des Betriebsgewinns aufgrund des schwächelnden Zuckergeschäfts. Nike übertraf mit einem Umsatz von 10,97 Milliarden Dollar die Erwartungen. Der Technologie-Investor Prosus steigerte Umsatz und Gewinn deutlich. Der Online-Broker FlatexDegiro erreicht seine Ziele für 2027 bereits in diesem Jahr. Evonik hob die Prognose an, profitierte von Lieferengpässen in Asien.