Am Montagabend gegen 19.30 Uhr entdeckten Polizeibeamte am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg ein Kind, das einen winzigen Hundewelpen „wie eine Puppe durch die Luft“ schleuderte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Beamten stoppten sofort und untersuchten den kleinen Vierbeiner. Der Welpe war noch sehr jung, konnte kaum laufen und wirkte „völlig entkräftet“.
Mutter kann Herkunft des Welpen nicht erklären
Die 19-jährige Mutter des Kindes, die vor Ort war, konnte nach Polizeiangaben nicht sagen, woher der Welpe stammte. Auch Dokumente konnte sie nicht vorlegen. „Sie erklärte lediglich, sie habe ein ‚Spielzeug‘ für ihr Kind haben wollen“, so der Sprecher. Die Polizisten handelten umgehend, nahmen den kleinen Hund an sich und brachten ihn in eine Tierklinik. Dort bestätigte sich der Verdacht: Der Welpe ist noch zu jung, um von seiner Mutter getrennt zu sein.
Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz
„Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet“, teilte die Polizei mit. Ihr Appell an zukünftige Tierhalter: „Ein Tier ist kein Spielzeug. Es ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und einem Anspruch auf ein liebevolles Zuhause – und das ein Leben lang.“ Der kleine Hund wird nun aufgepäppelt und danach in liebevolle Hände vermittelt.
Lob für die Polizei in sozialen Medien
Bei Facebook bekommen die Einsatzkräfte für ihr Einschreiten viel Lob: „Super, dass ihr nicht weggeschaut habt“ oder „Mega, super Lob an die Polizei“ ist dort unter anderem zu lesen. Wer den Welpen adoptieren möchte, muss sich allerdings nicht direkt bei der Polizei melden. „Sobald der kleine Welpe gesund und vermittlungsfähig ist, wird er über die zuständigen Stellen in ein geeignetes Zuhause vermittelt“, hieß es abschließend.



