München verhängt ab sofort strikte Wasserverbote. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Grund ist ein massiv gestiegener Trinkwasserverbrauch, der die Ressourcen der Stadt extrem strapaziert.
Verbrauch liegt 20 Prozent über Normal
Laut Stadtverwaltung liegt der tägliche Trinkwasserverbrauch derzeit bei mehr als 360 Millionen Litern – normal sind 300 Millionen Liter. Auch die für die kommenden Tage vorhergesagten Regenfälle würden keine Entspannung bringen, so die Behörde.
Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erklärte: „Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert.“
Verbotene Tätigkeiten im Überblick
Folgende Aktivitäten sind nun untersagt:
- Autowäsche nur noch in Waschstraßen erlaubt
- Rasenflächen dürfen nicht gewässert werden
- Abpumpen von Wasser aus Gewässern ist tabu
- Private Pools, Springbrunnen und Wasserspiele dürfen nicht befüllt werden
- Gießen von Gärten, Beeten und Zierpflanzen nur zwischen 19 Uhr und 9 Uhr – Ausnahme bei Tröpfchenbewässerung
- Hochdruckreinigung von Terrassen, Wänden, Straßen und Dächern privat verboten
Stadt muss ebenfalls sparen
Der drastische Schritt wurde nötig, weil frühere Appelle an die Münchner, freiwillig Wasser zu sparen, erfolglos blieben. Eine Sprecherin des Referats für Klima und Umweltschutz sagte, dass der Verbrauch während der hohen Temperaturen Ende Juni nicht zurückging und auch Regenfälle keine Entspannung brachten.
Auch die Stadt selbst muss Wasser sparen: Zehn wasserintensive Brunnen wurden oder werden noch abgeschaltet. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 1. August. Sollte sich die Situation nicht entspannen, könnte das Verbot verlängert werden, so die Sprecherin. München bezieht sein Trinkwasser aus den umliegenden Landkreisen.



