Dramatik am Moosweiher in Freiburg: Drei Nichtschwimmerinnen sind am Dienstagvormittag von couragierten Passanten vor dem Ertrinken gerettet worden. Eine der Frauen wurde aus zwei Metern Tiefe vom Seeboden geholt, wie die Polizei mitteilte. Die Helfer handelten sofort und brachten alle drei Frauen sicher ans Ufer.
Wie kam es zu dem Unglück?
Nach Angaben der Polizei hatten sich die drei Frauen zunächst am Rand des Weihers aufgehalten. Offenbar unterschätzten sie die Wassertiefe und gerieten in einen Bereich, in dem sie keinen Halt mehr fanden. Da sie nicht schwimmen konnten, drohten sie zu ertrinken.
Passanten am Ufer bemerkten die Notlage und zögerten nicht lange. Sie sprangen ins Wasser und zogen die Frauen nacheinander an Land. Eine der Frauen war bereits untergegangen und musste aus zwei Metern Tiefe vom Grund des Weihers gerettet werden.
Erste Hilfe und Notarzt vor Ort
Die Lebensretter kümmerten sich zunächst selbst um die Geretteten, bis ein Notarzt eintraf. Der Arzt übernahm die medizinische Versorgung, bevor die Frauen in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Über ihren Gesundheitszustand machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Der Vorfall ereignete sich am Moosweiher, einem beliebten Naherholungsgebiet in Freiburg. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren des Badens in unbekannten Gewässern. Gerade Nichtschwimmer sollten die Wassertiefe niemals unterschätzen und sich stets in Ufernähe aufhalten.
Hintergrund: Häufige Badeunfälle in Deutschland
Badeunfälle sind in Deutschland keine Seltenheit. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertrinken jedes Jahr rund 400 Menschen in deutschen Gewässern. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Kinder, aber auch Erwachsene, die ihre Fähigkeiten überschätzen.
Die schnelle Reaktion der Passanten am Moosweiher zeigt, wie wichtig beherztes Eingreifen ist. „Jede Minute zählt, wenn jemand zu ertrinken droht“, sagt ein Sprecher der DLRG. „Wer eine Notlage bemerkt, sollte sofort Hilfe holen und wenn möglich selbst eingreifen, ohne sich dabei in Gefahr zu bringen.“
Die Polizei lobte das beherzte Eingreifen der unbekannten Helfer. Ohne ihre schnelle Reaktion hätte der Vorfall möglicherweise tödlich geendet. Die Ermittlungen zu dem Unglück dauern an, die Identität der Frauen ist bislang nicht bekannt.



