Mehr als 170 Einsatzkräfte kämpfen seit dem Morgen gegen einen Großbrand in einem Restmülllager in Bayern. Das Feuer war in der Nacht aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Die Flammen haben inzwischen weite Teile des Lagers erfasst.
Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungskräften
Nach Angaben der integrierten Leitstelle sind derzeit rund 170 Helferinnen und Helfer mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zum Einsatz kommen unter anderem mehrere Tanklöschfahrzeuge, zwei Drehleitern sowie ein Radlader, um brennende Abfallberge zu zerteilen.
Die Brandbekämpfung gestaltet sich als äußerst aufwendig. Das Restmüllmaterial brennt nicht nur oberflächlich, sondern glost bis tief in die Abfallschichten hinein. Immer wieder brechen neue Brandherde auf. Das berichtet die Einsatzleitung vor Ort.
Keine Verletzten bislang
Ersten Erkenntnissen zufolge wurde bei dem Brand niemand verletzt. Die Mitarbeiter des Lagers konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Hallen konnte durch den schnellen Eingriff der Feuerwehr verhindert werden.
Der Löschwassereinsatz ist erheblich. Die Feuerwehr hat eine Wasserförderung über mehrere Kilometer aufgebaut, um die Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherzustellen. Zudem werden Schaummittel eingesetzt, um das Feuer effizienter zu ersticken.
Rauchwarnung für die Umgebung
Über der Einsatzstelle bildete sich eine große Rauchwolke, die den Himmel über der Region verfärbt. Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen im Umluftbetrieb zu nutzen. Ein Gefahrenhinweis des Landratsamts wurde ausgegeben.
Die Behörden gehen nach ersten Messungen davon aus, dass keine akute Gesundheitsgefahr besteht. Dennoch wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren und sich über die offiziellen Warnkanäle zu informieren.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob ein technischer Defekt oder eine andere Ursache das Feuer auslöste, ist noch nicht geklärt. Zeugenaussagen sollen helfen, den Brandherd genauer einzugrenzen.
Die Schadenshöhe ist noch unklar. Nach dem Brand werden Spezialfirmen mit der Entsorgung der Restmüllberge und der Reinigung des Geländes beauftragt. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Wochen dauern.



