Abitur in Zeiten von Lockdown und Krise: Ela Şahin blickt zurück
Abitur nach Lockdownjahren: Ela Şahin im Interview

Ela Şahin hat ihr Abitur in der Tasche – im Sommer 2026, nach einer Schulzeit, die von langen Lockdowns, schlechten Nachrichten und politischen Konflikten geprägt war. In einem Interview mit dem SPIEGEL, das am 1. August 2026 in der Ausgabe 32/2026 erschienen ist, blickt die Abiturientin auf diese ungewöhnlichen Jahre zurück. Die zentrale Botschaft: Trotz aller Krisen war es eine wertvolle Zeit. „Es war ein Leben voller schöner Routinen“, sagt sie.

Eine Schulzeit im Ausnahmezustand

Die letzten Jahre haben für viele junge Menschen eine Realität geschaffen, die es vorher kaum gab: Monate im Distanzunterricht, Absagen von Klassenfahrten und Feiern, ständige Hygienevorschriften. Auch Ela Şahin hat diese Erfahrungen gemacht. Immer wieder habe sie sich gedacht: „Ich dachte immer: Das muss ich jetzt machen, bevor diese Freiheit vorbei ist.“ Diese Angst, etwas zu verpassen, habe sie durch die Oberstufe begleitet. Doch gleichzeitig habe sie gelernt, sich anzupassen und das Beste aus der Situation zu machen.

Die Routinen, die sie sich aufgebaut hat, spielten dabei eine zentrale Rolle. Was genau dahintersteckt, lässt das Interview offen – fest steht aber, dass diese Strukturen ihr halfen, die Schulzeit trotz der widrigen Umstände als etwas Schönes zu erleben. „Es war ein Leben voller schöner Routinen“, wiederholt sie im Gespräch mit Lukas Hildebrand.

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Prägende Krisen: Politik und Weltgeschehen

Doch nicht nur die Pandemie hat die Schulzeit von Ela Şahin geprägt. Auch die Nachrichtenlage der vergangenen Jahre war alles andere als harmlos: Kriege, Konflikte, Klimakrise – das sind keine abstrakten Begriffe, sondern Themen, die den Alltag im Klassenzimmer bestimmten. Die Schülerinnen und Schüler hätten diskutiert, was in der Welt passiert, und dabei eine politische Sensibilität entwickelt, die so manche Erwachsenengeneration vermissen lässt.

Der ständige Strom schlechter Nachrichten habe Spuren hinterlassen, aber auch Widerstandskraft erzeugt. Wer schon erlebt hat, wie sich der eigene Schulalltag von einem Tag auf den anderen ändert, sei später besser gewappnet für Unsicherheiten. Diese Erfahrung dürfte für viele ihres Jahrgangs prägend bleiben.

Ein Abschied ohne Wehmut?

Vor dem Hintergrund der vielen Krisen ist die Frage, ob es eine gute Schulzeit gewesen sei, alles andere als trivial. Ela Şahin beantwortet sie auf ihre eigene Art: Das Bild der schönen Routinen, die sie hervorhebt, spricht nicht für ein Leben im Verzicht, sondern für die Fähigkeit, in schwierigen Zeiten das Positive zu sehen. Gerade die kleinen Dinge seien es gewesen, die den Alltag getragen hätten – vielleicht eine Lektion, die viele Abiturientinnen und Abiturienten ihres Jahrgangs teilen.

Mit dem Abschied von der Schule beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Was genau die Zukunft bringt, weiß niemand – auch Ela Şahin nicht. Doch die Gewissheit, diese herausfordernden Jahre gemeistert zu haben, dürfte ihr Selbstvertrauen geben. Die Freiheit, die sie sich so oft gewünscht hat, ist nun endlich greifbar.

Ein Jahrgang, der aufbricht

Das Gespräch, das der SPIEGEL in seiner Ausgabe 32/2026 am 1. August 2026 veröffentlicht hat, zeigt eine junge Frau, die ihre Schulzeit nicht als verlorene Jahre betrachtet. Die Erfahrungen der Lockdowns, der Krisen und der politischen Konflikte haben sie geprägt – aber nicht niedergedrückt. „Es war ein Leben voller schöner Routinen“ steht sinnbildlich für eine Generation, die gelernt hat, sich in schwierigen Zeiten zu behaupten.

Was sie von der Zukunft erwartet? Die Frage bleibt teilweise offen, doch die Haltung, die aus dem Interview spricht, ist die eines Aufbruchs. Nach Jahren des Verzichts wissen junge Menschen wie Ela Şahin die wiedergewonnene Freiheit umso mehr zu schätzen. Dieser Gedanke verbindet die Abiturientin mit vielen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, die ebenfalls diesen ungewöhnlichen Weg gegangen sind.

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