Die Schüler des Maristenkollegs in Mindelheim haben ein groß angelegtes Sozialprojekt auf die Beine gestellt, das lokale Vereine und soziale Initiativen unterstützt. Über mehrere Wochen organisierten die Jugendlichen vielfältige Aktionen, um Spenden zu sammeln und gleichzeitig praktische Hilfe zu leisten. Damit setzen sie ein starkes Zeichen für gelebte Solidarität und übernahmen Verantwortung für das Gemeinwesen.
Vielfältige Aktionen und Projekte
Das Spektrum der Aktivitäten war breit gefächert. Neben einem Spendenlauf auf dem Schulgelände gab es einen Flohmarkt, bei dem Bücher, Spiele und selbst gebastelte Gegenstände verkauft wurden. Auch ein Kuchenverkauf und ein Benefizkonzert der Schulband trugen zum Erfolg bei. Alle Einnahmen flossen in einen Fonds, aus dem unterstützungswürdige Organisationen in Mindelheim Zuwendungen erhielten.
Die Vorbereitung des Projekts dauerte mehr als zwei Monate. In dieser Zeit entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen Konzepte, sprachen Sponsoren an und kümmerten sich um die notwendigen Genehmigungen. Die Auswahl der begünstigten Vereine und Einrichtungen erfolgte in enger Absprache zwischen Schülern und Lehrkräften. Dabei wurde darauf geachtet, die Spendengelder dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Unterstützt wurden unter anderem die örtliche Tafel, ein Jugendzentrum sowie verschiedene Sportvereine.
Praktische Unterstützung vor Ort
Die Hilfe beschränkte sich jedoch nicht auf finanzielle Mittel. In zahlreichen Arbeitsstunden packten die Schülerinnen und Schüler auch selbst an. Sie halfen bei der Renovierung eines Jugendtreffs, unterstützten die Tafel bei der Ausgabe von Lebensmitteln und halfen beim Aufbau eines Stadtteilfestes. Diese direkte Mithilfe fand großen Anklang und förderte den Austausch zwischen den Generationen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Öffentlichkeitsarbeit. Mit Plakaten und Beiträgen in den sozialen Medien machten die Jugendlichen auf das Projekt und die Anliegen der unterstützten Organisationen aufmerksam. So konnten sie auch andere Bürgerinnen und Bürger motivieren, sich zu engagieren oder zu spenden. Die Schülerinnen und Schüler übernahmen zudem die Aufgabe, über den Fortschritt des Projekts zu berichten und die Transparenz der Mittelverwendung sicherzustellen.
Lernen durch gesellschaftliches Engagement
Das Projekt ist Teil des Schulprofils des Maristenkollegs, das soziales Lernen fördert. Die Schülerinnen und Schüler übernahmen Planung, Organisation und Durchführung in eigener Verantwortung und wurden dabei von ihren Lehrkräften begleitet. Diese Praxis vermittelte nicht nur organisatorische Fähigkeiten, sondern auch ein tieferes Verständnis für soziale Zusammenhänge und die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen.
Besonders eindrücklich waren für viele Beteiligte die Begegnungen mit Menschen, die die Angebote der Einrichtungen nutzen. Diese Erfahrungen schärften das Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen und zeigten, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist. Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten, dass sie sich auch in Zukunft ehrenamtlich engagieren wollen. Das Projekt habe ihnen geholfen, eigene Stärken zu entdecken und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Positive Resonanz in der Stadt
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler blieb in Mindelheim nicht unbemerkt. Das Projekt stieß in der Stadt auf große Anerkennung. Vereine und soziale Einrichtungen dankten den Jugendlichen ausdrücklich für ihren Einsatz. Auch die Stadtverwaltung würdigte das Projekt und betonte seine Bedeutung für das Gemeinwesen.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger besuchten die Aktionen und zeigten ihre Wertschätzung. Für die Jugendlichen war dies eine wichtige Bestätigung ihrer Arbeit. Der Zuspruch motivierte die Schulgemeinschaft, das Projekt weiterzuführen und auszubauen. Auch die lokalen Medien berichteten über das Vorhaben und trugen so zu seiner Bekanntheit bei.
Ausblick: Das Projekt wird fortgesetzt
Das Maristenkolleg plant, das Sozialprojekt fest im Schuljahr zu verankern. Im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben, möglicherweise in erweitertem Umfang. Denkbar sind weitere Kooperationen mit lokalen Organisationen sowie die Einführung eines schulischen Ehrenamtspreises. Dadurch soll langfristig eine enge Verbindung zwischen Schule und Stadtgesellschaft entstehen.
Die Verantwortlichen der Schule zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf der Aktion. Für die Schülerinnen und Schüler sei es eine wertvolle Erfahrung gewesen, die weit über den regulären Unterricht hinausreiche. Das Projekt verdeutliche, dass schon junge Menschen mit Ideen und Engagement etwas bewegen können. Mindelheim kann stolz auf diese engagierte Jugend sein.



