Bevölkerungsschutztag in Bobingen: Richtig handeln im Katastrophenfall
Bevölkerungsschutztag Bobingen: Katastrophenfall

Beim ersten Bevölkerungsschutztag in Bobingen haben sich am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher über die richtigen Verhaltensweisen im Katastrophenfall informiert. Auf dem Gelände der Feuerwehr erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Vorführungen, Mitmachaktionen und Fachvorträgen. Die Veranstalter aus Stadtverwaltung, Hilfsorganisationen und Behörden verfolgten dabei das Ziel, die Bevölkerung besser auf mögliche Notlagen vorzubereiten.

Warum der Katastrophenschutz immer wichtiger wird

Ob Hochwasser, Stromausfall, Unwetter oder der Ernstfall eines Blackouts – die Liste möglicher Szenarien ist lang. Angesichts von Klimawandel, Pandemien und geopolitischen Spannungen sei das Bewusstsein für die eigene Vorsorge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, hieß es auf der Veranstaltung. Fachleute betonten, dass im Krisenfall jede Person in der Lage sein sollte, sich selbst und ihre Familie zumindest in den ersten Stunden oder Tagen zu versorgen, bevor die offizielle Hilfe eintrifft.

Der Bevölkerungsschutztag bot deshalb nicht nur theoretische Informationen, sondern vor allem praktische Übungen. Besucherinnen und Besucher konnten lernen, wie man einen Notruf absetzt, eine stabile Seitenlage durchführt oder eine Blaulichtanlage bedient. An mehreren Stationen zeigten die Rettungskräfte, worauf es bei der Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher ankommt. Auch das Absetzen eines Notrufs via Notruf-App wurde demonstriert.

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Von der Theorie zur Praxis: Mitmachaktionen für Jung und Alt

Ein Schwerpunkt lag auf der Arbeit der Einsatzkräfte. Die Freiwillige Feuerwehr präsentierte ihre Fahrzeuge und Ausrüstung, das Technische Hilfswerk (THW) demonstrierte den Umgang mit Stromaggregaten und Pumpen. Die Polizei gab Tipps zum Schutz vor Einbruch und zur Sicherung des Eigenheims. Sanitäterinnen und Sanitäter zeigten, wie man im Notfall eine Blutstillung vornimmt und wie ein Defibrillator eingesetzt wird.

Besonders bei Familien war der Tag beliebt. Für Kinder gab es zahlreiche Mitmachaktionen, bei denen sie spielerisch den Umgang mit Warnsignalen übten und lernen konnten, wie sie sich bei einem Feueralarm verhalten. Ein beliebter Anziehungspunkt war die Rettungshundestaffel, die vorführte, wie Hunde in Trümmern vermisste Menschen aufspüren.

Was gehört in den Notvorrat?

In Fachvorträgen und an Infoständen wurde anschaulich erklärt, wie man den eigenen Haushalt für den Notfall ausstattet. Empfohlen werden unter anderem ein Wasservorrat von zwei Litern pro Person und Tag sowie haltbare Lebensmittel für mehrere Tage. Auch eine Notfallapotheke, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien und ein batteriebetriebenes Radio gehören laut den Ausstellern zur Grundausstattung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt auf seiner Website Listen mit den wichtigsten Utensilien bereit.

Ein weiteres Thema war die Warnung der Bevölkerung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich über die Warn-App NINA informieren, die vor Gefahren wie Unwettern, Hochwasser oder Großbränden warnt. Auch die Sirenenproben und die Bedeutung der verschiedenen Signale wurden erläutert. Heulende Sirenen bedeuten im Ernstfall unter anderem: Ruhe bewahren, Radios einschalten und Verhaltenshinweise des Katastrophenschutzes befolgen.

Fazit: Eigenvorsorge ist kein Alarmismus

Die Veranstalter zeigten sich am Ende des Tages mit der Resonanz zufrieden. Man hoffe, dass die Besucherinnen und Besucher die Tipps in den eigenen Haushalt mitnehmen und sich aktiv vorbereiten, hieß es. Der Bevölkerungsschutztag habe einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig eine funktionierende Notfallinfrastruktur und eine gut informierte Bevölkerung sind. Die Stadt Bobingen plant nach Angaben der Organisatoren, die Veranstaltung künftig regelmäßig anzubieten.

Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Bereits am Vormittag strömten viele Menschen auf das Gelände, um an den Übungen teilzunehmen und sich bei den Experten zu informieren. Die nächste Auflage des Bevölkerungsschutztags soll den Plänen zufolge in zwei Jahren stattfinden.

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