E-Scooter-Fahrer bei Zusammenstoß mit Auto schwer verletzt
E-Scooter-Fahrer schwer verletzt nach Unfall

Ein 34-jähriger E-Scooter-Fahrer ist am Montagabend bei einem Zusammenstoß mit einem Auto in Bayern schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 18:30 Uhr auf der Staatsstraße 2035 zwischen den Ortschaften Mering und Kissing im Landkreis Aichach-Friedberg. Nach Angaben der Polizei war der Mann mit seinem E-Scooter auf dem Radweg in Richtung Kissing unterwegs, als er an einer Einmündung von einem abbiegenden Pkw erfasst wurde.

Unfallhergang und Rettungseinsatz

Der 58-jährige Autofahrer wollte von der Staatsstraße nach links in einen Feldweg abbiegen und übersah dabei offenbar den von hinten kommenden E-Scooter-Fahrer. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 34-Jährige auf die Motorhaube geschleudert und stürzte anschließend auf die Fahrbahn. Er erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Beinen.

Ein zufällig vorbeikommender Notarzt leistete sofort Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Augsburg geflogen, wo er notoperiert werden musste. Nach Angaben der Ärzte besteht keine Lebensgefahr mehr, der Zustand des Patienten ist jedoch weiterhin kritisch.

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Ermittlungen und Zeugenaufruf

Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um die genaue Kollisionsgeschwindigkeit zu rekonstruieren. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Sowohl der E-Scooter als auch das Auto wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden.

Die Staatsstraße war für die Dauer der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme für etwa eine Stunde voll gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich mit der Verkehrspolizei Augsburg unter der Telefonnummer 0821/323-1910 in Verbindung zu setzen.

Zunehmende Unfälle mit E-Scootern

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Unfällen mit E-Scootern, die in den letzten Jahren bundesweit zugenommen haben. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2023 in Deutschland insgesamt 9.435 Unfälle mit E-Scootern registriert, bei denen Menschen verletzt wurden. Das entspricht einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders häufig sind Unfälle mit abbiegenden Fahrzeugen, da E-Scooter-Fahrer oft übersehen werden. Die Polizei rät deshalb zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und empfiehlt E-Scooter-Fahrern, stets einen Helm zu tragen. Auch wenn dies nicht vorgeschrieben ist, kann ein Helm schwere Kopfverletzungen verhindern.

Der ADAC weist darauf hin, dass E-Scooter auf Radwegen oder der Fahrbahn fahren müssen, nicht auf dem Gehweg. Zudem gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden.

Reaktionen und Ausblick

Ein Sprecher der Polizei sagte: „Der E-Scooter-Fahrer hatte großes Glück, dass ein Notarzt zufällig vorbeikam. Ohne die schnelle Ersthilfe hätte der Ausgang des Unfalls möglicherweise anders aussehen können.“ Die Ermittlungen dauern an.

Der Unfall hat in der Region eine Debatte über die Sicherheit von E-Scootern im Straßenverkehr ausgelöst. Lokale Politiker fordern eine Überprüfung der Verkehrssituation an der Unglücksstelle. Die Gemeinde Kissing kündigte an, die Einmündung zu entschärfen, etwa durch den Bau einer Verkehrsinsel oder eine bessere Beleuchtung.

Der E-Scooter-Fahrer bleibt vorerst in der Klinik. Seine Familie wurde benachrichtigt. Die Polizei hofft, durch die Zeugenaussagen den genauen Unfallhergang rekonstruieren zu können.

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