100 Tage nach dem Amtsantritt von Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gibt es nun Kritik von den Grünen – allerdings nicht an der OB selbst, sondern an ihrem Lebensgefährten. Anlass ist eine Aussage über die frühere OB-Kandidatin Martina Wild (Grüne).
Was genau passiert ist
Der Lebensgefährte von Eva Weber hatte sich in einem Interview abfällig über Martina Wild geäußert. Die genaue Formulierung ist nicht überliefert, aber die Grünen in Augsburg fühlen sich dadurch provoziert und haben öffentlich reagiert. In einer Pressemitteilung sprechen sie von einem „unsäglichen“ und „respektlosen“ Umgangston.
Reaktion der Grünen
Die Augsburger Grünen fordern von Eva Weber, sich von den Aussagen ihres Partners zu distanzieren. „Es ist nicht hinnehmbar, dass der Lebensgefährte der Oberbürgermeisterin eine unserer führenden Politikerinnen derart angreift“, erklärte ein Sprecher. Man erwarte eine klare Stellungnahme.
Hintergrund: 100 Tage im Amt
Eva Weber ist seit 100 Tagen Oberbürgermeisterin von Augsburg. Die CSU-Politikerin hatte die Stichwahl gegen Martina Wild von den Grünen gewonnen. Seitdem ist das Verhältnis zwischen den Parteien angespannt. Die Grünen sehen sich als starke Opposition und wollen nun offenbar auch private Angriffe nicht unkommentiert lassen.
Bedeutung für die Stadtpolitik
Der Vorfall zeigt, wie sehr die politische Stimmung in Augsburg aufgeheizt ist. Die Grünen sind die zweitstärkste Kraft im Stadtrat und fordern mehr Respekt im Umgang. OB Weber steht nun unter Druck, sich zu positionieren. Eine offizielle Reaktion ihrerseits steht bislang aus.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Aufregung abflaut oder ob der Konflikt weiter eskaliert. Für die Stadtpolitik in Augsburg ist dies ein erneuter Tiefpunkt nach einem ohnehin umkämpften Wahlkampf.



