Inklusion in Dillingen: Seelsorger Stefan Schneid begleitet Menschen mit Behinderung
Inklusion in Dillingen: Seelsorger begleitet Menschen mit Behinderung

Stefan Schneid ist neuer Inklusions-Seelsorger in Dillingen. Der 52-Jährige begleitet Menschen mit Behinderung im Landkreis und will Begegnungen fördern.

Neue Aufgabe für Seelsorger

Stefan Schneid hat seine neue Aufgabe als Inklusions-Seelsorger im Landkreis Dillingen angetreten. Der 52-Jährige ist damit Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Angehörigen. Seine Arbeit umfasst sowohl seelsorgerische Begleitung als auch die Förderung von Inklusion in der Kirche und Gesellschaft.

Schneid bringt langjährige Erfahrung in der Behindertenhilfe mit. Er war zuvor in der Caritas tätig und hat dort Menschen mit Behinderung begleitet. „Ich möchte Brücken bauen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung“, sagt Schneid. „Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstverständlich dazugehören.“

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Kirche als Ort der Begegnung

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Gestaltung von Gottesdiensten, die für alle Menschen zugänglich sind. Dazu gehören barrierefreie Zugänge, aber auch eine einfache Sprache und eine sensible Vorbereitung. Schneid möchte erreichen, dass sich Menschen mit Behinderung in der Kirche willkommen fühlen und aktiv teilhaben können.

Der Seelsorger wird vom Bistum Augsburg für diese Aufgabe freigestellt. Er ist im Pastoralraum Dillingen tätig und kooperiert eng mit Einrichtungen der Behindertenhilfe, wie den Dillinger Werkstätten und dem Heilpädagogischen Zentrum. „Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie leben“, betont Schneid.

Netzwerk Inklusion

Neben der seelsorgerischen Arbeit möchte Schneid ein Netzwerk aufbauen, das Inklusion im Landkreis voranbringt. Dazu gehören Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiter, aber auch Informationsveranstaltungen für Gemeinden. „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt er. „Jeder kann dazu beitragen.“

Die Stelle des Inklusions-Seelsorgers wurde neu geschaffen und ist zunächst auf drei Jahre befristet. Sie ist Teil der Bemühungen des Bistums Augsburg, Inklusion in den Pfarreien zu verankern. Bereits in anderen Landkreisen gibt es ähnliche Projekte, die positive Erfahrungen gezeigt haben.

Herausforderungen und Chancen

Eine der größten Herausforderungen sieht Schneid in der Kommunikation. Oft fehle es an Wissen über die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. „Wir müssen lernen, genau hinzuhören und wahrzunehmen, was Menschen brauchen“, erklärt er. Gleichzeitig seien die Chancen groß: „Wenn wir Inklusion gelingt, bereichert das unsere Gemeinschaft.“

Der Seelsorger plant, regelmäßig Gottesdienste in einfacher Sprache anzubieten und auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen anzusprechen. Zudem will er das Thema in der Erwachsenenbildung verankern und Multiplikatoren ausbilden.

Unterstützung aus der Politik

Auch die Politik begrüßt die neue Stelle. Landrat Leo Schrell betont die Bedeutung von Inklusion für den Landkreis: „Inklusion ist ein wichtiges Anliegen, das wir nur gemeinsam umsetzen können.“ Die Zusammenarbeit zwischen Kirche, Kommune und Einrichtungen sei dabei entscheidend.

Stefan Schneid ist zuversichtlich, dass seine Arbeit Früchte tragen wird. Er möchte langfristig dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben. „Inklusion ist kein Projekt, sondern eine Haltung“, sagt er. „Ich freue mich auf die Begegnungen und darauf, etwas bewegen zu können.“

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