Meghan wird 45: Die ewige Außenseiterin im royalen Fokus
Meghan wird 45: Die ewige Außenseiterin der Royals

Meghan, Herzogin von Sussex, feiert heute ihren 45. Geburtstag – doch die Herzen der Briten hat sie nie erobert. Jahre nach dem Rückzug aus dem Königshaus bleibt die US-Amerikanerin eine der polarisierendsten Figuren der royalen Familie. Während die einen sie als mutige Kämpferin feiern, sehen andere in ihr eine selbstverliebte Schauspielerin, die das Rampenlicht sucht.

Die Anfänge: Vom Märchen zum Zerwürfnis

2017 verkündete Prinz Harry seine Verlobung mit der erfolgreichen Schauspielerin, 2018 folgte die prunkvolle Hochzeit in Windsor. 2019 kam Sohn Archie zur Welt, doch schon im Januar 2020 verkündeten Harry und Meghan überraschend ihren Rückzug von den royalen Pflichten – der sogenannte Megxit. Ein Schritt, der das Verhältnis zur Königsfamilie nachhaltig zerrüttete und in Großbritannien für viel Kritik sorgte.

Die Boulevardpresse prägte wenig schmeichelhafte Spitznamen wie „Duchess Difficult“ oder „Hurricane Meghan“. In einem Netflix-Doku betonte Meghan, sie habe alles getan, um die Familie stolz zu machen – doch es habe nicht gereicht. Heute lebt das Paar mit Archie (7) und Tochter Lilibet (5) in Kalifornien.

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Öffentliche Wahrnehmung: „Außenseiterin bis heute“

Die Psychologin und Autorin Martina Lackner erklärt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass Meghans öffentliches Bild seit Jahren „ziemlich schlecht“ sei. Sie sei nicht nur die erste nicht weiße Person in der engeren royalen Familie, sondern auch als Amerikanerin, Schauspielerin und Geschiedene in eine sehr traditionelle Institution gekommen. „Sie war Außenseiterin und ist es bis heute geblieben“, so Lackner. Zudem spiele Sexismus eine wesentliche Rolle: Selbstbewusste Frauen würden härter angegangen als Männer, die sich ähnlich verhalten.

In Großbritannien wird Meghan oft für den Bruch zwischen Harry und seiner Familie verantwortlich gemacht. Die Boulevardblätter werfen ihr vor, stets die Aufmerksamkeit zu suchen und gleichzeitig über die Berichterstattung zu klagen.

Zwischen Luxusmarke und sozialem Engagement

Nach dem Megxit hat sich Meghan nicht zurückgezogen, sondern neue Wege eingeschlagen. Beim Streamingdienst Netflix präsentierte sie sich in der Kochshow „With Love, Meghan“ als moderne Hausfrau – mit Tipps für ein schönes Leben. Doch die Kritik folgte prompt: Die „Times“ nannte die Show „aufgesetzt, selbstgefällig und klebrig“. Immerhin gab es eine Emmy-Nominierung.

Royal-Experte Craig Prescott von der Universität London sieht in Meghans Aktivitäten vor allem eine Ausrichtung auf ein amerikanisches Publikum. Als Geschäftsfrau vermarktet sie unter ihrer Marke „As ever“ Luxusprodukte – von Schokopralinen für 58 US-Dollar (etwa 50 Euro) bis Lavendelhonig für 32 Dollar (etwa 28 Euro).

Daneben engagiert sich Meghan für Frauenrechte, unterstützt mit Harry gemeinnützige Projekte und warnt vor den Gefahren sozialer Medien. Doch ihre Anteilnahme wird ihr oft nicht abgekauft – auf TikTok reicht eine Suche nach ihrem Namen für hunderte Videos, die ihre Mimik und Gestik analysieren.

Aussöhnung in Sicht?

Erst kürzlich sorgte ein Besuch von Harry, Meghan und den Kindern bei König Charles III. für Schlagzeilen. Archie und Lilibet hatten ihren Großvater zuletzt 2022 gesehen – es war das erste Treffen dieser Art nach Jahren. Royal-Experte Prescott sagt, es gebe offenbar Kontakt zwischen dem Palast und dem Paar in Kalifornien. Eine baldige Versöhnung hält er jedoch für „sehr, sehr unwahrscheinlich“.

Meghan bleibt also eine Figur voller Widersprüche: gefeiert von den einen, geschmäht von den anderen. Ihr 45. Geburtstag dürfte erneut Anlass für Schlagzeilen sein – ob sie will oder nicht.

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