Tiefste Stelle im Ammersee: Hier liegt der tiefste Punkt
Tiefste Stelle im Ammersee: Hier ist der tiefste Punkt

Der Ammersee in Oberbayern ist an seiner tiefsten Stelle 81 Meter tief. Diese Stelle befindet sich zwischen den Orten Dießen am Ammersee und Herrsching am Ammersee. Das hat eine aktuelle Messung des Wasserwirtschaftsamts Weilheim ergeben.

Messung mit moderner Technik

Die Fachleute nutzten für die Vermessung ein spezielles Echolot, das vom Boot aus den Seegrund abtastet. Dabei zeigte sich, dass die tiefste Stelle nicht – wie lange angenommen – in der Seemitte liegt, sondern etwas näher am Ostufer.

Die genaue Position wurde mit GPS-Daten festgehalten. Sie liegt etwa 1,5 Kilometer südlich von Herrsching und rund zwei Kilometer nördlich von Dießen. Die Koordinaten sind 48.005 Grad nördlicher Breite und 11.115 Grad östlicher Länge.

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Frühere Annahmen korrigiert

Bisher galt eine Tiefe von 82 Metern als Maximum. Die neue Messung ergab jedoch 81,4 Meter. Damit ist der Ammersee etwas flacher als gedacht, bleibt aber der drittgrößte See Bayerns.

„Die Messung zeigt, dass wir unsere Gewässer immer wieder neu vermessen müssen, um aktuelle Daten zu haben“, sagte ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamts. Die Daten fließen in die Gewässerkunde und in die Planung von Maßnahmen zum Gewässerschutz ein.

Warum die Tiefe wichtig ist

Die Kenntnis der Tiefe ist für verschiedene Bereiche relevant: für die Schifffahrt, für die Fischerei und für die Einschätzung der Wassermenge. Der Ammersee hat ein Volumen von rund 1,8 Milliarden Kubikmetern.

Die tiefste Stelle ist auch für Taucher interessant. Allerdings ist das Tauchen im Ammersee nur mit Genehmigung erlaubt, und in der Tiefe ist es dunkel und kalt. Die Wassertemperatur liegt dort dauerhaft bei etwa vier Grad Celsius.

Weitere Daten zum Ammersee

Der See ist rund 16,2 Kilometer lang und an der breitesten Stelle etwa 5,2 Kilometer breit. Seine Oberfläche bedeckt eine Fläche von 47 Quadratkilometern. Die Uferlänge beträgt ungefähr 43 Kilometer.

Die Messung ist Teil eines Programms, bei dem alle bayerischen Seen systematisch erfasst werden. Ähnliche Vermessungen gibt es auch für den Starnberger See und den Chiemsee. Die Ergebnisse werden in einer öffentlichen Datenbank veröffentlicht.

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