Prinz William trauert um Rekord-Bergsteiger Nirmal Purja
Prinz William trauert um Nirmal Purja

Der britische Thronfolger Prinz William hat mit tiefer Betroffenheit auf den Tod des nepalesischen Ausnahme-Bergsteigers Nirmal Purja reagiert. Purja kam am Donnerstag bei einem schweren Lawinenunglück am Broad Peak in Pakistan ums Leben. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldete, starben auch alle weiteren Mitglieder seiner Gruppe. Die Nachricht verbreitete sich am Freitag weltweit und löste in der Bergsteiger-Community große Bestürzung aus.

„Mich hat es zutiefst betrübt“ – Prinz William auf X

Prinz William, der als Thronfolger des Vereinigten Königreichs auch als Schirmherr mehrerer Sportvereinigungen fungiert, veröffentlichte auf der Plattform X ein persönliches Statement. Darin schrieb er: „Es hat mich zutiefst betrübt, vom tragischen Tod von Nirmal Purja und den anderen zu erfahren, die ihr Leben durch die Lawine am Broad Peak verloren haben.“

Der Royal würdigte Purja als einen der größten Bergsteiger der Welt: „Nims diente mit Auszeichnung bei den britischen Streitkräften, bevor er zu einem der größten Bergsteiger der Welt wurde und nepalesische Alpinisten international bekannt machte. Sein unermüdlicher Wille, das scheinbar Unmögliche zu erreichen, gepaart mit seiner Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, hätten ihn wahrhaft einzigartig gemacht.“

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Seine Gedanken seien bei Purjas Familie und den Angehörigen aller Todesopfer, so William weiter.

Vom Elitesoldaten zum Rekordjäger

Nirmal Purja, genannt „Nims“, wurde in Nepal geboren und diente rund 16 Jahre lang in der britischen Armee. Er war Angehöriger der berühmten Gurkha-Einheiten und später der Spezialeinheit Special Boat Service (SBS). In dieser Zeit entwickelte er die körperliche und mentale Zähigkeit, die ihn später zu einem der erfolgreichsten Höhenbergsteiger der Welt machen sollte.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Militär im Jahr 2018 konzentrierte er sich vollständig auf den Alpinismus. Sein ehrgeiziges Projekt „14 Peaks“ hatte ein klares Ziel: Alle 14 Achttausender der Erde innerhalb einer einzigen Saison zu besteigen – eine Leistung, die zuvor niemandem gelungen war.

Im Jahr 2019 schaffte Purja diese historische Premiere. Innerhalb weniger Monate stand er auf den Gipfeln aller Berge, die höher als 8.000 Meter sind, darunter Mount Everest, K2 und Kangchenjunga. Mit seiner Leistung schrieb er Sportgeschichte und machte gleichzeitig die nepalesischen Bergsteiger, die oft im Schatten der internationalen Stars standen, einem weltweiten Publikum bekannt.

Netflix-Doku „14 Peaks: Nothing is Impossible“

Seine außergewöhnliche Erfolgsserie hielt der Streamingdienst Netflix 2021 in der Dokumentation „14 Peaks: Nothing is Impossible“ fest. Der Film, dessen Titel auf Deutsch so viel heißt wie „14 Gipfel: Nichts ist unmöglich“, zeigte nicht nur die extremen körperlichen Strapazen, sondern auch den menschlichen Zusammenhalt in Purjas Team. Die Produktion wurde zu einem internationalen Erfolg und machte den Bergsteiger endgültig zum Publikumsliebling.

Neben seiner Achttausender-Serie feierte Purja 2021 einen weiteren Meilenstein: Er führte eine Expedition an, die erstmals in der Geschichte im Winter den Gipfel des K2 erreichte. Der K2 gilt als einer der gefährlichsten Berge der Welt.

Lawinenunglück am Broad Peak

Der Broad Peak, an dem sich das Unglück ereignete, ist mit 8.051 Metern der zwölfthöchste Berg der Welt. Der Berg liegt in der pakistanischen Region Gilgit-Baltistan im Karakorum-Gebirge und ist für seine tückischen Wetterverhältnisse bekannt. Was genau am Donnerstag geschah, ist noch nicht vollständig geklärt. Fest steht nach dpa-Informationen: Purja und alle Mitglieder seiner Gruppe wurden von einer schweren Lawine erfasst und getötet.

Trauer und Anerkennung über den Sport hinaus

Die Nachricht von Purjas Tod verbreitete sich am Freitag in den sozialen Medien. Nicht nur Prinz William, sondern auch zahlreiche Weggefährten, Sportler und Fans äußerten ihre Trauer. Viele erinnerten daran, dass Purja sich zeitlebens für die Anerkennung nepalesischer Bergführer einsetzte.

Der nepalesische Alpinismus verliert mit ihm eine Symbolfigur. Purjas Vermächtnis reicht über seine Rekorde hinaus: Er hat gezeigt, dass Herkunft und soziale Umstände keine Grenzen setzen, wenn man Entschlossenheit und Disziplin mitbringt.

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Hinweis: Dieser Text wurde auf der Grundlage einer dpa-Meldung erstellt und durch öffentlich bekannte Hintergrundinformationen ergänzt.