Im Zoo Hoyerswerda gibt es derzeit gleich mehrfach gefiederten Nachwuchs: Bei Sunda-Orienthornvögeln, Schneeeulen und Mandschurenkranichen sind Jungtiere geschlüpft. Wie der Zoo mitteilte, handelt es sich bei allen drei Arten um bedrohte Tierarten, sodass die Nachzuchten auch für die Arterhaltung von Bedeutung sind.
Hornvogel-Küken nach ungewöhnlicher Brutzeit geschlüpft
Am ältesten ist der Nachwuchs der Sunda-Orienthornvögel. Das Küken schlüpfte bereits am 20. Mai, verließ die Bruthöhle aber erst jetzt. Hornvögel haben ein ungewöhnliches Brutverhalten: Das Männchen mauert das Weibchen während der Brutzeit mit Lehm in der Nisthöhle ein und versorgt es durch einen schmalen Spalt mit Futter. Erst wenn das Jungtier groß genug ist, wird die Öffnung wieder aufgebrochen.
Schneeeulen und Mandschurenkraniche: Zwei weitere Arten mit Nachwuchs
Deutlich jünger sind die beiden Schneeeulenküken, die am 3. Juli schlüpften, sowie das Mandschurenkranich-Küken vom 5. Juli. Für das Schneeeulenpaar ist es der erste gemeinsame Nachwuchs. Nach Angaben des Zoos wächst besonders der junge Mandschurenkranich rasant. Es habe innerhalb einer Woche sein Geburtsgewicht verdoppelt und müsse schnell flugfähig werden, weil die Art in ihrer Heimat Ostasien schon im Herbst in ihre Winterquartiere zieht.
Ob es sich bei den Jungtieren um Weibchen oder Männchen handelt, soll später mithilfe einer DNA-Untersuchung festgestellt werden. Insgesamt sind damit vier Küken bei bedrohten Arten im Zoo geschlüpft, was einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz darstellt. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an europäischen Erhaltungszuchtprogrammen für diese Vogelarten.



