Neuartige Augen-OP in Turin lässt blinde Frau nach fünf Jahren wieder sehen
Blinde Frau sieht nach neuartiger Augen-OP in Turin wieder

Fünf Jahre lang war Elena blind – dann wagten Ärzte in Turin einen Eingriff, den es in dieser Form noch nie gab. Aus zwei schwer geschädigten Augen entstand wieder ein Auge, das sehen kann. Nach der sechs Stunden langen Operation erkennt die Patientin erstmals die Umrisse ihres Sohnes und ihrer Hündin Joe. Die medizinische Sensation weckt Hoffnung bei Millionen blinden Menschen weltweit.

Der revolutionäre Eingriff

Das Team der Augenklinik Turin führte eine kombinierte Transplantation durch, bei der Teile beider Augen der Patientin genutzt wurden. Die Chirurgen entnahmen gesunde Zellen und Gewebestücke aus dem einen Auge und übertrugen sie in das andere. Ziel war es, die Netzhaut, die Hornhaut und den Sehnerv wieder funktionsfähig zu machen. „Wir haben eine völlig neue Technik entwickelt“, sagte der leitende Chirurg laut Klinikangaben. „Elena konnte fünf Jahre lang nichts sehen, jetzt nimmt sie wieder Licht und Konturen wahr.“

Fünf Jahre in völliger Dunkelheit

Elena erblindete vor fünf Jahren nach einer schweren Infektion, die beide Augen irreparabel schädigte. Sie war auf Hilfe angewiesen, konnte ihren Sohn nicht mehr sehen, ihren Hund nicht mehr erkennen. Die ständige Dunkelheit belastete sie psychisch enorm. „Ich habe jede Hoffnung verloren“, erzählte sie nach der Operation. „Jetzt sehe ich wieder die Umrisse meiner Familie – das ist ein Wunder.“ Die Ärzte betonen, dass die Sehkraft noch nicht vollständig wiederhergestellt ist, aber die Fortschritte sind bemerkenswert.

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Wie die Chirurgen vorgingen

Details des Eingriffs wurden bislang nur teilweise veröffentlicht. Bekannt ist, dass die Operation sechs Stunden dauerte und unter einem hochpräzisen Mikroskop stattfand. Die Ärzte transplantierte Teile der Hornhaut, der Linse und der Netzhaut. Dabei verwendeten sie auch Stammzellen, um geschädigtes Gewebe zu regenerieren. Laut Kliniksprecher war es das erste Mal, dass solche Transplantate in Kombination eingesetzt wurden. „Elenas Fall zeigt, dass selbst schwerste Augenschäden behandelbar sind“, so der Sprecher.

Hoffnung für andere Betroffene

Der Erfolg in Turin könnte die Augenheilkunde revolutionieren. Weltweit sind rund 40 Millionen Menschen blind, viele davon durch vermeidbare oder behandelbare Ursachen. Die neue Methode könnte vor allem bei Patienten mit Hornhaut- oder Netzhautschäden helfen. Die Klinik plant bereits weitere Operationen und will die Technik verfeinern. Elena selbst kann nach der OP erstmals wieder Dinge im Haushalt erledigen und sich ohne Hilfe bewegen. „Ich möchte wieder selbstständig leben“, sagt sie. „Die Operation hat mir eine neue Welt eröffnet.“

Ausblick und Risiken

Trotz des Durchbruchs bleiben Risiken. Abstoßungsreaktionen oder Infektionen sind möglich, und nicht jeder Patient kommt für die Operation in Frage. Die Langzeitergebnisse müssen noch abgewartet werden. Doch die Mediziner sind optimistisch: „Wenn alles weiterhin gut verläuft, kann Elena in wenigen Monaten scharf sehen.“ Die Forscher hoffen, dass die Technik in Zukunft standardmäßig eingesetzt werden kann – und vielen Blinden ein Leben im Licht ermöglicht.

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