Ebola-Patient in Berliner Charité in geschwächtem Zustand
Ebola-Patient in Berliner Charité in geschwächtem Zustand

Zwei Tage nach der Aufnahme eines mit Ebola infizierten US-Bürgers in der Berliner Charité hat das Krankenhaus erstmals Informationen zum Gesundheitszustand veröffentlicht. Der 39-jährige Mann ist nach Angaben des Universitätsklinikums sehr geschwächt, aber aktuell in keinem kritischen Zustand. Bei ihm wurde das Bundibugyo-Virus, eine Variante des Ebola-Virus, mittels PCR-Test eindeutig nachgewiesen. Er zeigt deutliche Krankheitssymptome, benötigt jedoch derzeit keine intensivmedizinischen Maßnahmen.

Die Ehefrau und die vier Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden, sind symptomfrei und befinden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. Der Kontakt zu ihrem Ehemann und Vater erfolgt über eine Glasscheibe und eine Sprechanlage. Der US-amerikanische Arzt war in der Nacht zu Mittwoch in der Charité aufgenommen worden, seine Familie eine Nacht später.

Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit, getrennt vom regulären Klinikbetrieb, sodass kein Kontakt zu anderen Patienten entstehen kann. Weder für die Bevölkerung noch für Patienten der Charité besteht Gefahr, wie das Bundesgesundheitsministerium betonte. Die Teams in der Charité müssen aufgrund der anstrengenden Arbeit in Schutzkleidung alle drei Stunden gewechselt werden.

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In der Demokratischen Republik Kongo, wo sich der US-Amerikaner infiziert hatte, gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen fast 750 Verdachtsfälle und fast 180 vermutete Ebola-Todesfälle. Einige Dutzend Fälle wurden bislang im Labor bestätigt. Die WHO geht von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Der Ausbruch ereignet sich in der östlichen Unruheprovinz Ituri, wo nach Kämpfen rund 100.000 Menschen auf der Flucht sind. WHO-Experten sehen eine ernste Lage, aber keine Gefahr einer Pandemie.

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