Sparpaket führt zu weniger Arztterminen in Sachsen-Anhalt
Sparpaket führt zu weniger Arztterminen in Sachsen-Anhalt

Wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen könnten im kommenden Jahr in Sachsen-Anhalt deutlich weniger Behandlungen stattfinden. Das geht aus Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen hervor. Besonders betroffen wären Patienten der Rheumatologie: Nur 69 Prozent der bisherigen Behandlungen bei den Fachärzten wären demnach finanziert, die Anzahl der Termine würde von 1.195 pro Quartal auf 828 sinken.

Bei Endokrinologie, Neurologie und Radiologie sind jeweils nur 76 Prozent der bisherigen Fälle abgedeckt. Pro Fachgebiet würden etwa 230 bis 560 Termine pro Arzt und Quartal wegfallen. Ein Hausarzt oder Allgemeinmediziner könnte in Sachsen-Anhalt statt wie aktuell im Schnitt 1.021 Patientinnen und Patienten pro Quartal künftig nur noch 892 versorgen.

Zu den Fachgebieten mit dem anteilmäßig geringsten Rückgang zählt die Kinder- und Jugendmedizin. Hier wären pro Arzt statt 1.172 künftig 1.108 Behandlungen pro Quartal finanziert. Bundesweit wären durch die geplanten Sparmaßnahmen 2027 rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert, wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berichtete.

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Das Bundeskabinett hatte Ende April ein Sparpaket für das Gesundheitswesen auf den Weg gebracht, das noch durch Bundestag und Bundesrat muss. Es soll den stetigen Anstieg der Krankenkassenbeiträge stoppen. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen mit dem Paket 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden. Geplant sind unter anderem Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche sowie höhere Zuzahlungen für Medikamente.

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