Jahrelang bestimmte eine lähmende Spinnenphobie das Leben der Journalistin Marta Ways. Allein der Gedanke an ein achtbeiniges Wesen löste Schweißausbrüche und Panik aus. Ein Videoabend bei Freunden endete vorzeitig, weil eine Hauswinkelspinne durchs Wohnzimmer krabbelte. Trotz des Wissens, dass Spinnen in Deutschland harmlos sind, verschlimmerte sich die Angst stetig – bis die Autorin beschloss, aktiv gegenzusteuern.
Der Wendepunkt: Sechs Sitzungen gegen die Angst
Die Lösung fand Marta Ways in einer Expositionstherapie: Sechs Sitzungen zu je 45 Minuten genügten, um die Phobie zu überwinden. Der Schlüssel war die schrittweise Konfrontation mit der Angstquelle. Bei der Spinnenzüchterin Jacqueline Schwarzmann von „Lenses and Legs – Spiders of Berlin“ durfte die Autorin schließlich eine Zwergvogelspinne namens Klaus auf die Hand nehmen – eine Begegnung, die im deutschen Alltag selten vorkommt.
Vermeidung verstärkt die Furcht
So irrational die Angst auch sein mag, ihr ständiges Ausweichen nährt sie nur. Die Therapie zeigte: Wer sich seinen Ängsten stellt, kann sie in erstaunlich kurzer Zeit besiegen. Die Erfahrung veränderte Marta Ways' Einstellung zu Ängsten grundlegend: Sie versteht nun, dass Vermeidung der größte Feind der Überwindung ist.
Ein neues Lebensgefühl ohne Spinnenphobie
Heute kann die Autorin entspannt durch Wohnungen gehen, ohne nach Verstecken der Achtbeiner zu suchen. Die sechs Sitzungen haben nicht nur die konkrete Phobie beseitigt, sondern auch das Vertrauen in die eigene Fähigkeit gestärkt, mit Ängsten umzugehen.



