Das Brandenburger Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) hat am Mittwoch eine Warnung vor Blaualgen für zwei Potsdamer Strandbäder herausgegeben. Betroffen sind das Stadtbad Park Babelsberg und das Waldbad Templin. Die Wasserqualität wird dort als „beanstandet“ eingestuft, und es besteht die Gefahr einer Massenentwicklung von Algen und Blaualgen.
Aktuelle Warnung für zwei Badeplätze
Laut MLEUV ist an beiden Badestellen besondere Vorsicht geboten. Das Ministerium rät zu „eigenverantwortlichem Handeln“ und empfiehlt, vor dem Baden die aktuelle Wasserqualität zu prüfen. Blaualgen können gesundheitliche Probleme wie Hautreizungen, Übelkeit und Durchfall verursachen, insbesondere bei Kindern und empfindlichen Personen.
Bereits im Juni hatte es ähnliche Warnungen für andere Badeplätze an den Havelseen gegeben. Die sommerlichen Temperaturen begünstigen das Wachstum von Blaualgen, die auch als Cyanobakterien bekannt sind.
Gesundheitsrisiken durch Blaualgen
Blaualgen produzieren Giftstoffe, die bei Kontakt mit der Haut oder beim Verschlucken zu gesundheitlichen Beschwerden führen können. Typische Symptome sind Hautausschläge, Augenreizungen und Magen-Darm-Probleme. In schweren Fällen können auch Leberschäden auftreten. Das Ministerium warnt daher dringend davor, in trüben, grünlich verfärbten oder schlierigen Gewässern zu baden.
„Die Gefahr einer Algen- und Blaualgenmassenentwicklung ist real“, so ein Sprecher des MLEUV. „Badende sollten die Wasserqualität vor Ort genau beobachten und bei Anzeichen von Algenblüten das Wasser meiden.“
Wo das Baden noch unbedenklich ist
Trotz der Warnungen bieten andere Badeplätze in und um Potsdam weiterhin klares Wasser und uneingeschränkten Badespaß. Der Strand am Jungfernsee sowie der Griebnitzsee gelten derzeit als unbelastet. Auch das Strandbad Caputh und der Kiessee in Groß Glienicke zeigen gute Wasserwerte.
Das MLEUV veröffentlicht wöchentlich aktuelle Daten zur Wasserqualität an brandenburgischen Badeseen. Interessierte können sich auf der Webseite des Ministeriums informieren, bevor sie ins Wasser gehen. Zwei der 39 überwachten Badestellen in Potsdam sind derzeit betroffen.
Hintergrund: Blaualgen in den Havelseen
Die Havelseen sind im Sommer häufig von Algenblüten betroffen, begünstigt durch hohe Temperaturen und Nährstoffeinträge. Blaualgen treten oft nach längeren Wärmeperioden auf und können sich innerhalb weniger Tage ausbreiten. Das Umweltministerium bittet um Verständnis für die Warnungen, die dem Schutz der Badegäste dienen.
Abschließend bleibt zu sagen: Blaualgen sind ein natürliches Phänomen, aber kein Grund, auf das Schwimmen zu verzichten. Mit der richtigen Vorsicht und regelmäßiger Kontrolle der Badestellen können Potsdamer und Touristen den Sommer genießen.



