DWD warnt vor Hitze in weiten Teilen Deutschlands
DWD warnt vor Hitze in weiten Teilen Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben. Die Warnung gilt am Montag von 11 bis 19 Uhr und betrifft vor allem die Mitte und den Süden des Landes.

Betroffene Regionen

Laut der Warnkarte des DWD sind folgende Bundesländer betroffen:

  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Hessen
  • Thüringen
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Teile Sachsens

Keine Warnungen gibt es demnach für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und den Norden Deutschlands. Eine Warnung vor extremer Hitze wurde nicht ausgegeben.

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Was eine Hitzewarnung bedeutet

Der DWD gibt Hitzewarnungen heraus, wenn eine starke Wärmebelastung erwartet wird und sich Wohnräume nachts nicht ausreichend abkühlen können. Grundlage ist die „Gefühlte Temperatur“, die am frühen Nachmittag etwa 32 Grad überschreiten muss. Erst ab 38 Grad warnt der DWD vor einer „extremen Wärmebelastung“.

Die „Gefühlte Temperatur“ berücksichtigt neben der Lufttemperatur auch Luftfeuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung. Sie weicht daher oft deutlich von der gemessenen Temperatur ab. Diese Methode ermöglicht eine realistische Einschätzung der Belastung für den menschlichen Körper.

Empfehlungen des DWD

Der Wetterdienst rät bei einer Hitzewarnung zu folgenden Verhaltensweisen:

  • Direkte Sonne möglichst meiden
  • Körperliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden verlegen
  • Regelmäßig trinken, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Tees
  • Leichte Kleidung tragen und leichte Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Auf Alkohol verzichten
  • Wohnräume vor Sonne schützen und nur lüften, wenn es draußen kühler ist

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit Vorerkrankungen. Der DWD empfiehlt, auf Nachbarn und Angehörige zu achten, die allein leben und Hilfe benötigen könnten.

Hintergrund: Sommerhitze in Deutschland

Die aktuelle Hitzewelle bringt vielerorts Temperaturen von über 35 Grad. In Hessen werden am Montag sogar bis zu 37 Grad erwartet, begleitet von Gewittern am Abend. Solche Extremwerte sind in den letzten Jahren häufiger geworden.

Wissenschaftler führen die Zunahme von Hitzewellen auf den Klimawandel zurück. Der DWD beobachtet seit Jahrzehnten eine steigende Zahl heißer Tage und Tropennächte in Deutschland. Diese Entwicklung erhöht die Bedeutung präziser Warnungen für die Bevölkerung.

Die amtliche Warnung wird über die Warn-App „WarnWetter“ des DWD sowie über die Modulare Warnsysteme der Länder verbreitet. Bürgerinnen und Bürger sollten diese Kanäle nutzen, um aktuelle Informationen zu erhalten.

Für die kommenden Tage bleiben die Temperaturen laut DWD zunächst hoch. Eine Abkühlung wird erst zur Wochenmitte erwartet, wenn Gewitter und kühlere Meeresluft von Nordwesten her Einzug halten. Bis dahin gelten die Hitzewarnungen und Schutzempfehlungen weiterhin.

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