Die Polizei Ulm hat bei einer gezielten Kontrolle gegen sogenannte Poser drei Fahrzeuge beschlagnahmt. Insgesamt wurden bei der Aktion am vergangenen Wochenende zahlreiche Verstöße festgestellt. Die Beamten zogen die Autos ein, weil die Fahrer offenbar mit erheblichen technischen Veränderungen unterwegs waren.
Drei Autos sichergestellt
Wie die Polizei mitteilte, wurden bei der Kontrolle drei Fahrzeuge sichergestellt. Bei allen drei Autos handelte es sich um hochmotorisierte Fahrzeuge, die durch laute Motorengeräusche und riskante Fahrmanöver aufgefallen waren. Die Beamten stellten fest, dass an den Fahrzeugen unzulässige Veränderungen vorgenommen worden waren, die eine Betriebserlaubnis erloschen ließen.
Die Beschlagnahmung bedeutet für die Besitzer einen erheblichen finanziellen Verlust. Neben den Abschleppkosten müssen sie auch mit Bußgeldern und weiteren Verfahren rechnen. Die Polizei betonte, dass man konsequent gegen Poser vorgehe, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Zahlreiche weitere Verstöße
Neben den drei Beschlagnahmungen registrierten die Beamten zahlreiche weitere Verstöße. Dazu gehörten unter anderem Geschwindigkeitsüberschreitungen, illegale Rennen und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Insgesamt wurden mehrere Anzeigen gefertigt und Verwarnungsgelder erhoben.
Die Polizei Ulm kündigte an, solche Kontrollen in Zukunft häufiger durchzuführen. Man wolle ein deutliches Zeichen setzen, dass rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr nicht toleriert werde. Besonders in den Abendstunden und am Wochenende werde man verstärkt kontrollieren.
Hintergrund: Poser-Szene in Ulm
Die Poser-Szene in Ulm und Umgebung ist seit längerem ein Thema für die Polizei. Immer wieder kommt es zu Beschwerden von Anwohnern über Lärm und Gefährdung. Die Behörden haben deshalb bereits mehrfach Großkontrollen durchgeführt. Bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr wurden ebenfalls mehrere Fahrzeuge sichergestellt.
Die Polizei appelliert an Autofahrer, ihre Fahrzeuge in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. Technische Veränderungen, die nicht genehmigt sind, können nicht nur zu Bußgeldern führen, sondern auch die Betriebserlaubnis erlöschen lassen. Im schlimmsten Fall droht die Stilllegung des Fahrzeugs.
Reaktionen und Ausblick
Die Maßnahmen der Polizei stoßen bei vielen Bürgern auf Zustimmung. Anwohner hatten sich wiederholt über nächtlichen Lärm und riskante Fahrmanöver beschwert. Die Polizei will ihre Strategie fortsetzen und kündigt weitere Kontrollen an. Man werde ein wachsames Auge auf die Poser-Szene haben, so ein Sprecher.
Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Die Polizei weist darauf hin, dass neben Bußgeldern auch Punkte in Flensburg und Fahrverbote drohen können. Die Beschlagnahmung von Fahrzeugen ist dabei das schärfste Schwert, das die Beamten einsetzen können.



