Kita Regenbogen in Meiersberg wirbt um mehr Kinder: Förster und Pastorin als Attraktionen
Kita Regenbogen wirbt mit Förster und Pastorin um Kinder

Kita Regenbogen in Meiersberg sucht dringend mehr Kinder für ihre Einrichtung

Im beschaulichen Meiersberg steht die Kita Regenbogen vor einer besonderen Herausforderung: Während die Einrichtung Kapazitäten für 38 Kinder bietet, sind aktuell nur 20 Plätze belegt. Diese Situation hat die Gemeinde gemeinsam mit dem Träger, den Johannitern, zum Handeln bewegt. Ein auffälliges Banner an der Landesstraße macht nun mit dem Slogan „Wir haben noch freie Plätze“ auf das Angebot aufmerksam.

Kindergarten als zentraler Pfeiler des dörflichen Lebens

Für Bürgermeister Marko Schnell von der Wählergruppe Meiersberg ist die Bedeutung der Kita für das Dorf unbestreitbar. „Neben der Feuerwehr und der Gaststätte im Dorf stellt die Kita Regenbogen einen weiteren essenziellen Ort dar“, betont der Kommunalpolitiker. Die Einrichtung fungiere nicht nur als Betreuungsstätte für Kinder im Krippen-, Kindergarten- und Hortalter, sondern spiele auch eine tragende Rolle für das soziale Gefüge der Gemeinde.

„Der Kindergarten ist von großer Wichtigkeit für das Dorfleben und die Gemeinschaft“, erklärt Schnell weiter. „Hier lernen sich Eltern kennen und schließen mitunter über ihre Kinder sogar Freundschaften. Das fördert den Zusammenhalt im Dorf immens.“ Diese soziale Funktion macht die Kita zu einem unverzichtbaren Standortfaktor für Meiersberg.

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Moderne Einrichtung mit familiärem Charakter

Die neue Kita-Leiterin Nicole Bolljahn, die seit Januar die Verantwortung trägt, erläutert die aktuelle Belegungssituation: „Derzeit besuchen neun Kindergartenkinder, ein Krippenkind und zehn Hortkinder unsere Einrichtung.“ Angesichts der rückläufigen Kinderzahlen in ganz Deutschland setzt die Kita bewusst auf ihre Vorzüge als kleine und familiäre Betreuungsstätte.

Die Räumlichkeiten im Gemeindehaus sind modern ausgestattet und bieten separate Bereiche für Krippe, Kindergarten und Hort. Ein angrenzender Spielplatz mit Schaukel und verschiedenen Spielgeräten rundet das Angebot ab. „Wir haben definitiv noch Luft nach oben“, so Bolljahn mit Blick auf die verfügbaren Kapazitäten.

Besondere Partnerschaften als Alleinstellungsmerkmal

Um sich von größeren Einrichtungen abzuheben, hat die Kita Regenbogen innovative Kooperationen initiiert. Geplant sind regelmäßige Besuche des Revierförsters, der den Kindern den direkt am Dorfrand beginnenden Wald näherbringen soll. Diese naturpädagogischen Angebote sollen das Umweltbewusstsein der Jüngsten frühzeitig fördern.

Zusammen mit der Ferdinandshofer Pastorin Maria-Luise Stegen werden zudem religionspädagogische Programme entwickelt. „Zum Beispiel wird die Pastorin den Kindern zu Ostern die Ostergeschichte aus der Bibel kindgerecht vermitteln“, erläutert Bolljahn. Diese besonderen Angebote sollen die Attraktivität der Kita steigern und neue Familien anlocken.

Engagierte Gemeinschaft und voller Veranstaltungskalender

„Die Gemeinde und der Elternrat stehen voll und ganz hinter unserer Einrichtung“, betont die Kita-Leiterin. Der Jahresplan ist bereits mit zahlreichen Höhepunkten gefüllt, darunter Oma- und Opa-Tage sowie Frühlings- und Kinderfeste. Bei allen Feierlichkeiten sind die Eltern stets herzlich eingeladen, was den Gemeinschaftscharakter zusätzlich stärkt.

Bürgermeister Schnell weiß von etwa 30 Kindern im entsprechenden Alter in der Gemeinde und hofft auf vermehrte Anmeldungen. Allerdings sieht er sich mit einem logistischen Problem konfrontiert: Hortkinder, die nach der vierten Schulstunde Unterrichtsschluss haben, müssen zunächst eine Stunde in der Ferdinandshofer Schule betreut werden, da der Bus nach Meiersberg erst nach der fünften Stunde verkehrt. Bisherige Anfragen beim Landkreis zur Änderung dieses Fahrplans blieben erfolglos.

Trotz dieser Herausforderung bleibt die Kita Regenbogen optimistisch. Mit ihrem einzigartigen Konzept, das traditionelle Betreuung mit innovativen pädagogischen Partnerschaften verbindet, will sie sich als feste Größe im dörflichen Leben Meiersbergs etablieren und langfristig mehr Familien für ihre Angebote begeistern.

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