Schwere Krebsdiagnose bei Ost-Fußball-Ikone Heiko Weber
Große Anteilnahme und Besorgnis in der Fußballwelt: Die Ost-Legende Heiko Weber, ehemaliger Stürmer und erfolgreicher Trainer von Carl Zeiss Jena, kämpft gegen eine schwere Krebserkrankung. Der 60-Jährige erhielt bereits im Dezember des vergangenen Jahres die niederschmetternde Diagnose, die nun öffentlich wurde.
Solidaritätswelle für den erkrankten Fußballer
Um dem beliebten Sportler in dieser schwierigen Phase beizustehen, haben Weggefährten und Vereinsvertreter eine umfangreiche Hilfsaktion ins Leben gerufen. Bereits Anfang Januar begann Webers früherer Co-Trainer Marco Kämpfe (54) mit dem Sammeln von Spenden. Diese Initiative wurde nun durch Christian Gürtler und Andreas Böhnwald vom Ehrenrat des FCC sowie Mike Ukena vom Wahlausschuss erweitert, die eine offizielle GoFundMe-Kampagne für Heiko Weber gestartet haben.
Das erklärte Ziel der Spendenaktion ist es, Weber eine angemessene Schmerztherapie zu ermöglichen. „Wir sind mit ihm durch gute Zeiten gegangen und lassen ihn in schweren Zeiten nicht allein!“, betonen die Initiatoren in ihrem Aufruf. Die Solidarität zeigt bereits erste Erfolge: Bis Samstagnachmittag wurden mehr als 5.000 Euro gesammelt, das Spendenziel liegt bei 8.000 Euro.
Verdienste um Carl Zeiss Jena und deutsche Fußballgeschichte
Heiko Weber hat sich bleibende Verdienste um den Fußball in Ostdeutschland erworben. Als Spieler erzielte er mit dem letzten Tor in der Geschichte der DDR-Oberliga im Mai 1991 beim 2:0-Sieg gegen den FC Energie Cottbus den Aufstieg in die Zweite Liga. Später gelang ihm als Trainer der bemerkenswerte Durchmarsch mit Carl Zeiss Jena aus der Oberliga ins Bundesliga-Unterhaus.
Ein besonderes historisches Detail: Weber ist der letzte Jenaer Spieler, dem im Ernst-Abbe-Sportfeld ein Europapokal-Tor gelang. Dies geschah am 26. Oktober 1988 im Spiel gegen Sampdoria Genua. Über seine Zeit bei Carl Zeiss Jena hinaus hinterließ Weber Spuren im gesamten deutschen Fußball, mit Stationen bei Preußen Münster sowie Trainerpositionen bei Energie Cottbus in der Bundesliga, Erzgebirge Aue und dem ZFC Meuselwitz.
Unterstützung aus dem Verein und der Fanszene
FCC-Präsident Ralph Grillitsch (55) äußerte sich tief bewegt über die Erkrankung seines langjährigen Vereinsmitglieds: „Wer Heiko kennt, weiß, was für ein unfassbar empathischer Mensch er ist. Er hat unseren Verein als Spieler und Trainer über 20 Jahre maßgeblich mitgeprägt.“
Grillitsch betonte weiter: „Wir stehen an der Seite Heikos, dem wir in dieser Phase ganz viel Kraft wünschen. Und wir sind sicher, dass ihm die Liebe der Fans, die er sich mit seinem Auftreten und seinen Leistungen verdient hat, ganz viel Kraft geben kann, die er jetzt – neben seinem ihm eigenen Optimismus – so dringend braucht.“
Die Fußballgemeinschaft zeigt sich in dieser schweren Zeit außergewöhnlich solidarisch. Fans, ehemalige Mitspieler und Vereinsvertreter demonstrieren eindrucksvoll, dass Heiko Weber in seinem Kampf gegen die Erkrankung nicht allein ist. Die breite Unterstützung soll dem 60-Jährigen zusätzliche Kraft geben, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.



