Märchenhafte Rettung: Warum im Lehmhaus von Petersroda heute das Glück wohnt
Für viele Einwohner war es lange Zeit als das Hexenhaus bekannt, doch für Janine Hoffmann ist es eher eine Märchenhütte. Gemeinsam mit ihrem Vater Heiko hat die Bauingenieurin und Zimmerin ein 200 Jahre altes Lehmgebäude in Petersroda liebevoll saniert. Seit September des vergangenen Jahres wohnt sie nun dauerhaft in diesem besonderen Herzensprojekt.
Vom Hexenhaus zum Herzensprojekt
Die Geschichte des Hauses reicht bis in die DDR-Zeit zurück, als es im Volksmund den Spitznamen Hexenhaus trug. Janine Hoffmann erzählt: Nachdem ich die ersten vier Nächte hier geschlafen habe, musste ich meine Masterarbeit verteidigen. Ihr Thema war die Herstellung von Lehmsteinen aus regionalen Tongruben, was perfekt zu ihrem neuen Zuhause passt.
Vater Heiko Hoffmann und Tochter Janine stehen vor dem noch nicht ganz fertigen, aber bereits bewohnten Lehmhaus, das sie gemeinsam restauriert haben. Die Sanierung war ein aufwendiger Prozess, der viel handwerkliches Geschick und Leidenschaft erforderte.
Besonderheiten des Lehmhauses
Was macht dieses Haus so einzigartig? Es ist nicht nur das Alter von 200 Jahren, sondern auch die Bauweise aus Lehm, die heute selten ist. Die Sanierung hat die ursprüngliche Struktur bewahrt und gleichzeitig modernen Komfort eingebracht. Janine Hoffmann, die als Bauingenieurin und Zimmerin arbeitet, konnte ihr Fachwissen optimal einbringen.
Die Region Petersroda profitiert von diesem Projekt, da es ein Stück lokale Geschichte bewahrt. Das Lehmhaus steht als Symbol für nachhaltiges Bauen und den Erhalt historischer Bausubstanz.
Ein Zuhause voller Glück
Für Janine Hoffmann ist das Haus mehr als nur ein Gebäude – es ist ein Ort, an dem sie ihr Glück gefunden hat. Die gemeinsame Arbeit mit ihrem Vater hat nicht nur das Haus gerettet, sondern auch ihre Beziehung gestärkt. Heute dient das Lehmhaus als Wohnort und Inspirationsquelle für weitere Projekte.
Die Sanierung zeigt, wie mit Geduld und Fachkenntnis historische Gebäude erhalten werden können. Es ist ein Beispiel dafür, dass alte Bausubstanz nicht abgerissen, sondern mit Respekt und Kreativität neu belebt werden kann.



