CSU fordert Drohnenflotte mit 100.000 Flugfahrzeugen für Deutschland
CSU fordert 100.000 Drohnen für Deutschland

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert in einem Beschlussentwurf für ihre Sommerklausur eine umfassende Aufrüstung der Bundeswehr mit modernster Technologie. Kernpunkt ist die Schaffung einer „Drohnenflotte“ mit mindestens 100.000 Flugfahrzeugen aller Größenklassen. Das geht aus dem sechsseitigen Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. „Wir wollen die Bundeswehr durch technologische Dominanz zur stärksten konventionellen Armee in Europa machen“, heißt es darin. Die Drohnenflotte sei ein zentraler Bestandteil dieses Ziels.

Weltall-Flotte und Fusionsreaktor geplant

Über die Drohnen hinaus verlangt die CSU-Landesgruppe den Aufbau einer „Weltall-Flotte“ mit mehr als 1000 Satelliten für die Bundeswehr. Diese seien notwendig „für sichere Kommunikation für vernetzte Informationen, Aufklärung und ein hochpräzises Lagebild“. Das Dokument trägt den Titel „Zukunft wird in Banz gemacht“ – ein Verweis auf den Tagungsort, das fränkische Kloster Banz, wo die CSU-Bundestagsabgeordneten seit Montag tagen. Die Klausur dauert bis Dienstag; daran nimmt auch CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teil.

Der Fokus des Papiers liegt auf „Forschung, Innovation und Technologie“. Die CSU fordert entschlossene Investitionen, „damit Deutschland führende Industrie- und Exportnation bleibt“. Konkret soll in Deutschland der erste Fusionsreaktor der Welt entstehen, ebenso wie eine Startplattform ins Weltall. Bis 2030 sollen über Förderprogramme eine Million neue Roboter in Betrieb genommen werden. Diese sollen laut CSU „keine Arbeitsplätze verdrängen, sondern Lücken schließen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer entlasten“.

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Europäische Souveränität bei KI und Mikrochips

Weitere Forderungen sind die Entwicklung europäischer KI-Modelle und der Ausbau der Mikrochip-Fertigung in Europa. „Europäische Souveränität bei Mikrochips und KI sichern“, heißt es dazu im Beschlussentwurf. Die CSU sieht darin eine notwendige strategische Unabhängigkeit von außereuropäischen Lieferanten, insbesondere angesichts geopolitischer Spannungen. Die Investitionen in diese Schlüsseltechnologien sollen nicht nur der Bundeswehr zugutekommen, sondern auch die zivile Wirtschaft stärken.

Die CSU-Landesgruppe argumentiert, dass Deutschland seine Position als führende Industrie- und Exportnation nur durch gezielte technologische Spitzenleistungen halten könne. Der Beschlussentwurf betont die Dringlichkeit: „Ohne massive Investitionen in Forschung und Entwicklung werden wir den Anschluss verlieren.“ Die konkreten Summen für die geplanten Projekte werden in dem Dokument nicht beziffert, sollen aber im Rahmen der nächsten Haushaltsverhandlungen festgelegt werden.

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