Deutsche Abgeordnete fordern Schutz für inhaftierten Gaza-Arzt
Deutsche Abgeordnete fordern Schutz für Gaza-Arzt

Ein Bündnis führender deutscher Parlamentarier von SPD, Grünen und Linkspartei hat sich in einem gemeinsamen Appell an Israels Führung gewandt, um den inhaftierten palästinensischen Kinderarzt Hussam Abu Safiya zu schützen. Der Brief an Israels Präsidenten Isaac Herzog liegt dem SPIEGEL vor. Die Abgeordneten fordern, dass der Arzt, der sich seit Wochen in israelischem Gewahrsam befindet, menschenwürdig behandelt und nicht gefoltert wird.

Hintergrund der Inhaftierung

Hussam Abu Safiya, ein renommierter Kinderarzt aus dem Gazastreifen, wurde Berichten zufolge im Juni 2026 von israelischen Streitkräften festgenommen. Seitdem sitzt er ohne Anklage in Haft. Die genauen Umstände seiner Festnahme sind unklar, doch Menschenrechtsorganisationen vermuten, dass ihm Kontakte zur Hamas vorgeworfen werden könnten. Der Arzt hatte zuvor in einem Krankenhaus in Gaza-Stadt gearbeitet und war international für seinen Einsatz in der Kinderheilkunde bekannt.

Inhalt des Briefes

In dem Schreiben, das von namhaften Abgeordneten wie dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion und der menschenrechtspolitischen Sprecherin der Grünen unterzeichnet wurde, heißt es: „Wir appellieren an Sie, sicherzustellen, dass Dr. Abu Safiya alle ihm zustehenden Rechte als Inhaftierter erhält. Jegliche Form von Folter oder unmenschlicher Behandlung muss ausgeschlossen werden.“ Die Parlamentarier verweisen auf internationale Rechtsnormen und fordern Transparenz über den Gesundheitszustand des Arztes.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Abgeordneten betonen zudem die humanitäre Bedeutung des Falls: „Dr. Abu Safiya hat unzähligen Kindern im Gazastreifen das Leben gerettet. Sein Schicksal ist ein Symbol für die Notlage der Zivilbevölkerung in dem Konfliktgebiet.“ Sie fordern Israels Führung auf, den Arzt entweder umgehend anzuklagen oder freizulassen.

Reaktionen und Ausblick

Israels Botschaft in Berlin hat sich bislang nicht offiziell zu dem Appell geäußert. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International begrüßen das Engagement der deutschen Abgeordneten. „Es ist wichtig, dass internationale Stimmen Druck auf Israel ausüben, um willkürliche Inhaftierungen zu beenden“, sagte ein Sprecher. Der Fall Hussam Abu Safiya könnte in den kommenden Wochen erneut im Bundestag thematisiert werden. Die Abgeordneten planen, das Anliegen auch auf EU-Ebene vorzubringen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration