Iran-Krieg eskaliert: Ölpreis steigt auf 87 Dollar – Zinssenkungen vom Tisch
Iran-Krieg: Ölpreis steigt, Zinssenkungen vom Tisch

Die USA haben in der Nacht zum Dienstag zum dritten Mal in Folge militärische Ziele im Iran bombardiert. US-Präsident Donald Trump kündigte die Angriffe persönlich an. Gleichzeitig setzte er eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft – gültig ab Dienstagabend 22 Uhr. Der Ölpreis reagierte stark: Am Montag stieg er um bis zu zehn Prozent auf über 83 US-Dollar. Am Dienstag lag er zeitweise sogar über 87 US-Dollar.

Ulrich Stephan: Zinssenkungen vom Tisch

Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, ordnet im Podcast die Folgen ein: „Mit dem Ölpreis reagieren dann die Inflationserwartungen, die Erwartungen an die Notenbanken und auch die langfristigen Zinsen.“ Zinssenkungen seien in diesem Jahr damit vom Tisch. Aber: Es sei nicht der Iran-Krieg, der die Kapitalmärkte im Moment dominiere.

Yen-Schwäche und Carry-Trades

Im Schwerpunkt geht es dann um die historische Schwäche des Yen. Commerzbank-Devisenexperte Volkmar Baur erklärt, warum in Japan deshalb die Importkosten zwar explodieren, die Regierung jedoch vorsichtig vorgehen muss. Außerdem spricht Baur über Carry-Trades, die im schwachen Yen-Umfeld umso attraktiver werden: „Das lädt natürlich dazu ein, sich Geld in Yen zu leihen, das in US-Dollar anzulegen, die höheren Zinsen mitzunehmen“, sagt Baur im Podcast, warnt jedoch vor den Risiken: „Man hat immer die Gefahr, überrollt zu werden, wenn man dabei ist, sich für so ein paar Cent zu bücken.“

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