Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten – Trump droht mit Kontrolle der Straße von Hormus
Iran meldet neue US-Angriffe – Trump droht mit Kontrolle der Meerenge

Der Iran hat neue US-Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt.

Trump: USA könnten Kontrolle über Straße von Hormus übernehmen

US-Präsident Donald Trump schließt eine Übernahme der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus durch die USA nicht aus. „Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagt Trump in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News. Die USA würden zum „Schutzengel der Meerenge“ werden. Für diesen Einsatz müsse das Land jedoch finanziell entschädigt werden, fordert er.

Die E3-Staatengemeinde, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, verurteilt „die ruchlosen Angriffe Irans auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und auf Länder in der Region, darunter Katar, Kuwait, Oman und Jordanien“. In einer Erklärung heißt es weiter: „Die Achtung der Souveränität über Küstenmeere sowie die Freiheit der Schifffahrt sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ Zugleich fordern die drei Staaten „Wiederherstellung des Waffenstillstands und die Wiederaufnahme der Verhandlungen“ zwischen den USA und dem Iran.

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Jemens Militär beschießt Landebahn in Sanaa

Im Bürgerkriegsland Jemen hat das Militär nach eigenen Angaben die Landebahn des internationalen Flughafens in der Hauptstadt Sanaa unter Beschuss genommen, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Die Streitkräfte hätten die Start- und Landebahn attackiert, teilt das Verteidigungsministerium mit. Sanaa wird von den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrolliert. Die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wird, hat ihren Sitz in Aden im Süden des Landes.

Bundesaußenminister Johann Wadephul mahnt die sofortige Freigabe der Straße von Hormus an und fordert vom Iran ein Ende der Angriffe. „Der Iran muss das unterlassen“, sagt Wadephul vor Beginn von Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Die USA und der Iran müssten „jetzt sehr schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren, besser gesagt, endlich effektive bilaterale Verhandlungen aufnehmen“, fordert der Minister. „Diese Welt braucht endlich eine frei passierbare Straße von Hormus, die Freiheit der Navigation muss gewährleistet werden, und ich hoffe, dass wir Beiträge dazu leisten können, dass dies geschieht.“

Drohnenangriff auf Stützpunkt im Nordirak

Ein Stützpunkt einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe im Nordirak ist nach Angaben eines Kommandeurs mit Drohnen angegriffen worden. Ziel der Attacke in der irakischen Kurdenregion am Montag sei die Basis Chamschar des bewaffneten Flügels der Freiheitspartei Kurdistans gewesen, sagte der Kommandeur Rebas Scharifi.

Der Iran hat nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait angegriffen. Zudem seien Radarsysteme in Oman zerstört sowie Treibstofftanks und Munitionsdepots auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Hassan in Jordanien getroffen worden, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Dies sei eine Reaktion auf die jüngste Welle von US-Angriffen. In Bahrain wurde am Montag dreimal Luftalarm ausgelöst.

Ölpreis steigt nach Eskalation im Golf

Die zunehmenden Kämpfe im Persischen Golf haben am Montag die Aktienmärkte in Asien belastet. Die Behauptung des Irans, die wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen und schürte weltweit Inflationsrisiken. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze um 3,3 Prozent auf 78,50 Dollar. US-Leichtöl legte um 3,4 Prozent auf 73,83 Dollar zu.

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Nach der wiederholten Eskalation im Iran-Krieg haben Staaten am Persischen Golf erneut Raketenbeschuss gemeldet. Bahrain und Kuwait, die zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe standen, lösten in der Nacht Alarm aus und bekämpften nach eigenen Angaben feindliche Projektile. Der Generalstab der Armee in Kuwait berichtete, dass feindliche Luftziele bekämpft werden. In Bahrain wurde seit Einbruch der Nacht mehrfach Alarm ausgelöst, wie das Innenministerium des Inselstaats berichtete. Das Ministerium rief die Einwohner auf, Ruhe zu bewahren und Schutz zu suchen. Auch Jordaniens Nachrichtenagentur Petra berichtete am Montagmorgen, dass vier Raketen aus dem Iran abgefangen worden seien. Es habe keine Opfer oder Schäden gegeben, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf eine Militärquelle.

US-Militär erklärt Angriffe auf Iran für beendet

Das US-Militär hat seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran nach mehreren Stunden für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden diesmal laut Centcom auch erstmals schwimmende Drohnen eingesetzt. Dazu veröffentlichte das Militär ein Video, auf dem von einem Flugzeugträger abhebende Kampfjets sowie Marschflugkörper zu sehen sind, die von einem oder mehreren Kriegsschiffen abgefeuert werden. Außerdem sollen die Aufnahmen offensichtlich den Einschlag mehrerer Geschosse am Zielort zeigen. Die Angaben der US-Armee ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Damit solle die Fähigkeit des Landes geschwächt werden, zivile Seeleute und Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen, teilt das Militär mit. Das iranische Staatsfernsehen berichtet unterdessen von mehreren Explosionen in der Nähe der Stadt Sirik sowie westlich von Bandar Abbas.