Lebenslange Haft für deutschen Serienmörder in Frankreich
Lebenslange Haft für deutschen Serienmörder

Lebenslange Haft in Frankreich für deutschen «Maskenmann»

In einem Prozess in Frankreich ist der in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes verurteilte sogenannte Maskenmann wegen eines weiteren Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht im westfranzösischen Nantes sprach den 55-jährigen deutschen Serientäter Martin N. wegen des Mordes an dem damals zehnjährigen Jonathan im April 2004 schuldig, wie die Zeitungen «Le Parisien», «Le Figaro» und weitere französische Medien aus dem Gerichtssaal berichteten.

Der Fall des Maskenmannes sorgte über Jahre hinweg für Aufsehen. Martin N. war bereits in Deutschland zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, nachdem er drei Kinder getötet hatte. Die Taten ereigneten sich in den Jahren 1992, 1995 und 2001. In Frankreich stand nun der Mord an dem zehnjährigen Jonathan vor Gericht, der im April 2004 in der Nähe von Nantes verübt wurde.

Hintergründe des Verbrechens

Der Junge war auf dem Heimweg von der Schule, als er von Martin N. entführt und später getötet wurde. Die Ermittlungen führten die französischen Behörden auf die Spur des bereits inhaftierten Deutschen. Durch DNA-Analysen und weitere forensische Beweise konnte die Verbindung zu dem Mord hergestellt werden. Der Angeklagte selbst zeigte sich vor Gericht teilweise geständig, bestritt jedoch die genauen Umstände der Tat.

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Urteil und Reaktionen

Das Gericht in Nantes verurteilte Martin N. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit einer Sicherungsverwahrung von mindestens 22 Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte eine ähnliche Strafe gefordert. Die Verteidigung kündigte an, in Revision zu gehen. Die Familie des getöteten Jungen zeigte sich erleichtert über das Urteil, betonte jedoch, dass dies den Verlust nicht wiedergutmachen könne.

Der Fall zeigt einmal mehr die enge Zusammenarbeit der deutschen und französischen Justiz bei der Verfolgung von Straftaten über Ländergrenzen hinweg. Martin N. wird seine Haftstrafe voraussichtlich in Frankreich verbüßen, da die französische Justiz die Zuständigkeit für das Verfahren übernommen hat.

Bedeutung des Urteils

Das Urteil gegen den Maskenmann ist ein wichtiges Signal für die internationale Strafverfolgung. Es zeigt, dass selbst Jahre nach der Tat noch Gerechtigkeit möglich ist. Die lebenslange Haftstrafe stellt sicher, dass der Serientäter für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird und nicht mehr in die Gesellschaft zurückkehren kann.

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