Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Ukraine-Krieg als in eine neue Phase eingetreten bezeichnet. Bei einem Besuch in Paris erklärte er am Montag, die ukrainischen Streitkräfte hätten jüngst „beachtliche militärische Erfolge“ erzielen können. Russland werde sich nicht durchsetzen können, betonte Merz weiter. Die Aussagen fielen vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen an der Front, wo ukrainische Einheiten zuletzt Geländegewinne verzeichnen konnten.
Neue Phase des Krieges
Merz präzisierte, dass die neue Phase durch eine veränderte Dynamik auf dem Schlachtfeld gekennzeichnet sei. „Die ukrainische Armee hat in den vergangenen Wochen strategisch wichtige Positionen zurückerobert und dem Gegner empfindliche Verluste zugefügt“, so der Kanzler. Er verwies auf Berichte, wonach russische Truppen an mehreren Abschnitten der Front in die Defensive gedrängt worden seien.
Die Erfolge der Ukraine seien das Ergebnis konsequenter Unterstützung durch die Verbündeten und des ungebrochenen Widerstandswillens der ukrainischen Bevölkerung. Merz dankte ausdrücklich den französischen Partnern für ihre Solidarität.
Kein russischer Sieg
Der Bundeskanzler stellte klar, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen werde. „Die internationale Gemeinschaft steht fest an der Seite der Ukraine. Russlands Aggression wird scheitern“, sagte Merz. Er rief die europäischen Staaten auf, ihre Hilfslieferungen zu verstärken und die Sanktionen gegen Moskau konsequent aufrechtzuerhalten.
Die Äußerungen erfolgten im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in der französischen Hauptstadt, bei dem Merz auch bilaterale Fragen und die europäische Sicherheitsarchitektur erörterte.



