Nato-Kampfjets schießen Drohne über Lettland ab
Kampfjets des westlichen Militärbündnisses Nato haben eine Drohne über Lettland abgeschossen. Das teilte die lettische Armee mit. Nach Armeeangaben handelte es sich um ein ausländisches Flugobjekt, das infolge „russischer elektromagnetischer Kriegsführung“ in den lettischen Luftraum eingedrungen war. Nähere Angaben zur Herkunft und Art des Flugkörpers gab es zunächst nicht. Ein zwischenzeitlich ausgerufener Luftalarm wurde aufgehoben. Zuvor waren Einwohner der an Russland und Belarus grenzenden östlichen Regionen aufgefordert worden, in den Gebäuden zu bleiben. Verirrte Militärdrohnen schüren in den baltischen Staaten und Finnland zunehmend die Sorge vor einem Übergreifen des Ukraine-Krieges auf die nördlichen Nato-Grenzen. Hintergrund sind verstärkte ukrainische Angriffe auf russische Ölhäfen an der Ostsee, bei denen Drohnen wiederholt ihre Ziele verfehlen. (Reuters/dpa)
ISW: Ukrainische Angriffe auf russische Logistik beeinträchtigen Versorgung
Ukrainische Angriffe auf russische Nachschubwege in den besetzten Gebieten im Süden und Osten der Ukraine beeinträchtigen die Logistik der russischen Streitkräfte zunehmend. Die daraus entstehenden operativen Folgen dürften sich in den kommenden Monaten weiter verstärken, schreibt das Institute for the Study of War (ISW). Die Analysten verweisen insbesondere auf die ukrainische Feuerkontrolle über russische Versorgungsrouten entlang der Fernstraße M-04 zwischen Isvaryne, Donezk und Dnipro. Nach Einschätzung des ISW sind russische Truppen dadurch zunehmend gezwungen, kleinere Nebenstraßen und Umgehungsrouten zu nutzen. Dies dürfte die Versorgung der russischen Einheiten verlangsamen und die Logistik zusätzlich belasten. (Valeriia Semeniuk)
Prorussische Behörden werfen Ukraine Angriff auf Passagierzug auf der Krim vor
Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist ein Lokführerassistent laut Behördenangaben getötet worden. Der Lokführer selbst sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter auf der Krim, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Der Personenzug sei auf der Strecke Moskau–Simferopol getroffen worden. „Fahrgäste blieben unverletzt“, teilte Aksjonow mit. Der Zugverkehr wurde in der touristischen Hochsaison vorübergehend eingestellt. Es seien sämtliche Züge evakuiert und die Passagiere in Bussen weitertransportiert worden, teilte die Bahngesellschaft Grand Service Express bei Telegram mit. Bereits vorige Woche gab es nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Nahverkehrszug laut Behörden einen Toten und zwei Verletzte. Der neuerliche Angriff trifft auch das Hotel- und Gaststättengewerbe auf der Krim empfindlich. Experten rechnen laut der Moskauer Zeitung „Kommersant“ damit, dass auf der bei den Russen beliebten Halbinsel in diesem Jahr drei bis vier Millionen Touristen wegbleiben. Die Zeitung berichtete von zahlreichen Stornierungen und rückläufigen Buchungszahlen. (dpa)
Moldau meldet Absturz russischer Drohne auf eigenem Staatsgebiet
In Moldau sind die Trümmer einer russischen Drohne entdeckt worden, teilte das moldauische Verteidigungsministerium mit. Die Drohne soll während der russischen Angriffe auf die Ukraine in der Nacht zum 8. Juni nahe dem Dorf Lopatna abgestürzt und explodiert sein. Nach Angaben des Ministeriums registrierte das Militär den Grenzübertritt der Drohne gegen 0.20 Uhr. Das Fluggerät bewegte sich demnach in Richtung der Ortschaften Michailowka und Lopatna. Später seien die Trümmer der Drohne auf einem Feld gefunden worden. Die am Fundort gesicherten Spuren deuteten auf eine Explosion hin, erklärte das Ministerium. (Valeriia Semeniuk)
Russische Truppen sollen sich von der Kinburn-Nehrung zurückziehen
Russische Einheiten haben nach Angaben der ukrainischen Partisanenbewegung „Atesch“ begonnen, sich von der Kinburn-Nehrung in der Region Mykolajiw zurückzuziehen. Grund seien unterbrochene Versorgungswege und hohe Verluste, teilte die Gruppe auf Telegram mit. Demnach verlassen Einheiten des 337. Regiments Stellungen im nördlichen und westlichen Teil der Nehrung. Die Versorgung mit Munition, Treibstoff und Lebensmitteln sei vollständig zum Erliegen gekommen. Russische Feuergruppen könnten ukrainische Drohnenangriffe nicht mehr ausreichend abwehren, wodurch die Verluste weiter zunähmen. „Atesch“ zufolge wurden Teile der russischen Kräfte bereits zuvor an die Front in der Region Saporischschja verlegt. Die auf der Kinburn-Nehrung verbliebenen Einheiten seien nicht aufgefüllt worden und könnten die Verteidigungslinie kaum noch halten. (Valeriia Semeniuk)
Ukraine will Anschlag auf Geheimdienstmitarbeiter vereitelt haben
Die ukrainischen Sicherheitsbehörden haben einen geplanten Anschlag auf einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes (HUR) und stellvertretenden Leiter des Koordinierungsstabs für Kriegsgefangene vereitelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Kyjiw mit. Nach Angaben der Ermittler erklärte sich ein 38-jähriger Ukrainer, ein ehemaliger Soldat mit Kampferfahrung und Geheimdienstkenntnissen, bereit, den Anschlag im Auftrag russischer Geheimdienste zu organisieren. Als Gegenleistung sollen ihm 100.000 US-Dollar versprochen worden sein. Nach Erhalt einer Anzahlung von 10.000 Dollar begann der Verdächtige demnach, Informationen über das Ziel, dessen Wohnort und Tagesabläufe zu sammeln. Er habe das Wohnumfeld mehrfach ausgespäht und mögliche Fluchtwege erkundet. (Valeriia Semeniuk)
Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Daran sollten auch die USA und Europa „aktiv“ beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London veröffentlichten. Darin nennen sie fünf Voraussetzungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“: 1. Ein Ende der Kampfhandlungen: Putin solle einer „sofortigen und vollständigen Waffenruhe“ zuzustimmen. 2. Die derzeitige Frontlinie sollte Ausgangspunkt für Verhandlungen sein. Die vier Länder pochen aber gleichzeitig darauf, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften. Das Recht der Ukraine, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und Bündnisse zu wählen, müsse zudem „uneingeschränkt“ geachtet werden. 3. Die Ukraine müsse „robuste und rechtsverbindliche“ Sicherheitsgarantien bekommen, sobald eine Waffenruhe in Kraft trete. Dazu gehöre der Einsatz einer multinationalen Truppe. 4. Russische Vermögenswerte blieben so lange eingefroren, bis Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine für die durch den Krieg verursachten Schäden entschädigt. 5. Die europäischen Sicherheitsinteressen müssten in jedem Abkommen gewahrt werden. Verhandlungsergebnissen, die EU und Nato betreffen, müssten die Mitgliedstaaten zustimmen. (dpa)
Selenskyj: Wollen nicht still sterben
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview des britischen Senders Sky News seine Vorstellungen von einer baldigen Diskussion mit Russland über ein Kriegsende präsentiert. Es habe bereits mehrfach Signale aus Moskau über mögliche Gespräche gegeben, doch seien diese immer wieder verstummt. „Man versteht manchmal nicht, was die Russen wirklich wollen“, sagte er. Kremlchef Wladimir Putin „will diesen schrecklichen Krieg gewinnen“, allerdings erkenne er zuletzt, dass seine Truppen die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren hätten. Alle Entscheidungen über das weitere Geschehen hingen „zu 100 Prozent“ von ihm ab. Unabhängig von den Plänen Moskaus wehre sich die Ukraine weiter mit immer neuen Waffen. Auch wenn die Ukraine in über vier Jahren Krieg von den USA weniger Waffen erhalten habe, als vor Kurzem in Nahost verbraucht worden seien, stehe das Land nicht wehrlos da. „Wir haben gelernt, wie man lebt und überlebt“, sagte Selenskyj. „Wir wollen nicht einfach still sterben.“ „Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt und produziert“, sagte er zu den neuen Drohnenfähigkeiten der Ukraine. „Jetzt antworten wir, und zwar gegen militärische Ziele und gegen Energieobjekte“, betonte Selenskyj. (dpa)
EU-Verteidigungsminister diskutieren Unterstützung der Ukraine in Zypern
Die EU-Verteidigungsminister kommen am Montag in Zypern zu Gesprächen über die weitere militärische Unterstützung für die Ukraine zusammen (07.15 Uhr MESZ). Bei dem informellen Treffen in der Hauptstadt Nikosia wird es vor dem Hintergrund der Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges auch um die Freiheit der Schifffahrt und die Bemühungen im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte gehen. Für die Unterstützung der Ukraine sollen insbesondere Mittel aus der sogenannten Europäischen Friedensfazilität (European Peace Facility, EPF) mobilisiert werden. Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen seiner Schattenflotte umgeht Russland nach Erkenntnissen westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. (AFP)
Selenskyj zu Gesprächen mit Starmer, Merz und Macron in Großbritannien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer sowie mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Großbritannien eingetroffen. „Im Mittelpunkt stehen unsere Verteidigung im Krieg, eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung zum Schutz ganz Europas sowie unsere gemeinsame Sichtweise auf die diplomatischen Perspektiven“, schreibt er auf X. „Europa muss an den Verhandlungen beteiligt sein und sich stark zeigen.“ (Reuters)
Ukraine greift Treibstofflager auf der Krim an
Ukrainische Drohnen haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim Treibstofflager angegriffen. Unter anderem sei das Öllager Semikolodesjanska getroffen worden, teilten die ukrainischen Spezialeinheiten auf Telegram mit. Das Lager werde von den russischen Streitkräften als Umschlagplatz für die Versorgung der Truppen mit Treibstoff genutzt. Über das Ausmaß möglicher Schäden wurden zunächst keine Angaben gemacht. Ein weiterer Angriff ukrainischer Drohnen traf ein Ölterminal im Hafen von Feodosija. Das Terminal werde zur Versorgung der Krim im Notfall genutzt. Auch hier machten die ukrainischen Sondereinheiten keine Angaben zu den Auswirkungen des Angriffs. Von russischer Seite gab es zu beiden Angriffen zunächst keine Informationen. Auf der Krim war bereits vor Kurzem wegen der wiederholten ukrainischen Angriffe gegen die Nachschublinien der russischen Armee eine Rationierung von Treibstoff verfügt worden. (dpa)
Tschernobyl-Anlage für Kernmaterial getroffen – IAEA besorgt
Russland hat mit einem Drohnenangriff nach ukrainischen Angaben ein Gebäude des zentralen Lagers für abgebrannte Brennelemente in der Zone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen. Das Gebäude für die Annahme von Behältern sei bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerstört worden, teilte der Staatskonzern Energoatom mit. Es sei dort kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert worden. Die Strahlenwerte lägen innerhalb der festgelegten Grenzwerte, hieß es. Ein Feuer habe sich auf einer Fläche von 40 Quadratmetern ausgebreitet; es sei gelöscht worden, teilte das Unternehmen weiter mit. In dem zentralen Lager in der Sperrzone um das vor 40 Jahren havarierte AKW Tschernobyl werden abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Kernkraftwerken langfristig gelagert. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, dass sie von ukrainischer Seite über die „erheblichen Schäden“ an dem Gebäude informiert worden sei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland vor, das Lager in der Tschernobyl-Zone gezielt angegriffen zu haben. Es handle sich um einen „außerordentlich hinterhältigen russischen Angriff“, teilte er bei Telegram mit. Die zuständigen Ministerien und Dienste informierten nun die Partner in Kyjiw darüber, teilte er bei Telegram mit. (dpa)
Russische Drohne trifft Atommülllager nahe Tschernobyl
Eine russische Drohne trifft ukrainischen Angaben zufolge ein Lager für abgebrannte Brennelemente in der Nähe des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl. Die Strahlungswerte seien stabil geblieben, und es gebe keine Berichte über Verletzte, teilen der Generalstab in Kiew und die staatliche Atombehörde mit. (Reuters)
Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein 59-jähriger Mann sei bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die zentralukrainische Region Dnipropetrowsk getötet worden, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdiensts wurde zudem ein 56-jähriger Minibusfahrer bei einem Drohnenangriff in der südlichen Region Saporischschja getötet. Bei den Angriffen auf Dnipropetrowsk sei außerdem ein 35-jähriger Mann verletzt und Infrastruktur beschädigt worden, erklärte Hanscha weiter. (AFP)
Ukraine: Stromleitung an AKW Saporischschja wiederhergestellt
Eine wichtige Stromleitung am Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine funktioniert wieder. Nach 15 Stunden Stromausfall sei die externe Versorgung von Europas größtem Kernkraftwerk wiederhergestellt worden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit. Zuvor musste die Anlage laut IAEA zur Kühlung ihrer sechs abgeschalteten Reaktoren auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen. Es habe sich bereits um den 18. Ausfall der externen Stromversorgung während des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gehandelt, es sei einer der längsten Ausfälle gewesen. (dpa)
Nato baut Präsenz an Nordostflanke in Schweden und Finnland aus
Die Nato baut ihre Präsenz in Schweden und Finnland aus. Am Samstag begannen neu geschaffene Einheiten in den beiden nordischen Ländern ihren Einsatz, wie die Militärallianz mitteilte. Die sogenannten Forward Land Forces (FLF) umfassen eine Kampfgruppe im schwedischen Boden sowie ein multinationales Hauptquartier in Rovaniemi in Finnland. Die Region sei „eine der strategisch bedeutendsten, mit einem Umfeld, das zu den schwierigsten der Welt zählt“, erklärte der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich. Die Entscheidung zur Schaffung der Forward Land Forces in Finnland war 2024 beim Nato-Gipfel in Washington getroffen worden. Das lange bündnisfreie Finnland, das eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland hat, war der Nato im April 2023 beigetreten. Grund für die Kehrtwende war der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auch Schweden gab wegen des Ukraine-Kriegs seine traditionelle Neutralität auf und trat 2024 der Nato bei. (AFP)
Ukraine setzt auf Rüstungsindustrie als Wirtschaftsfaktor
Die Ukraine sieht ihre Rüstungsindustrie als eine dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke. „Die Nachfrage, die wir in der Ukraine geschaffen haben, hat einen Wirtschaftszweig hervorgebracht, der nun praktisch boomt. Daher ist er ein sehr wichtiger Teil unserer Zukunft“, sagte Finanzminister Serhij Martschenko auf dem Jahrestreffen der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga. Entscheidend sei jetzt, die Industrie zu stärken, ihr Entwicklungskapazitäten zu verschaffen und das militärische Potenzial für einen breiteren Markt zu öffnen. Dazu stehe die Ukraine vor der Entscheidung, die Ausfuhr von Militärgütern zu ermöglichen. Durch den Ausbau und die Nutzung des Potenzials könnten nach Angaben von Martschenko nicht nur weitere Fortschritte bei militärischer Ausrüstung und Waffen erzielt werden. „Ich glaube, diese Entwicklungen können dazu beitragen, ein natürliches ziviles Umfeld nach dem Krieg zu schaffen. Denn ein Teil der Produktion, die wir derzeit für militärische Zwecke verwenden, kann auch für zivile Zwecke genutzt werden“, sagte der ukrainische Finanzminister. (dpa)
Merz, Starmer und Macron treffen Selenskyj zu Ukraine-Gesprächen in London
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer kommen am Sonntagabend in London mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Bei dem Treffen soll es nach Angaben aus Paris um die weitere Unterstützung der Ukraine und den verstärkten Druck auf Russland gehen. Zudem solle es eine Bestandsaufnahme der Arbeiten der sogenannten Koalition der Willigen geben. Zu dieser Gruppe zählen etwa 35 überwiegend europäische Länder, darunter Deutschland. Moskau und Kyjiw hatten in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Angriffe verstärkt. Bemühungen um eine Beendigung des mittlerweile seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte am Freitag ein von Selenskyj vorgeschlagenes Gipfeltreffen abgelehnt. Der ukrainische Präsident warf Putin daraufhin vor, er wolle den Krieg „einfach nicht beenden“. (AFP)
Ukraine: Haben Öldepot in Region Leningrad getroffen
Das ukrainische Militär teilt mit, es habe in der Nacht ein Öldepot und einen Ölterminal in der russischen Region Leningrad getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, das Militär habe zudem ein weiteres russisches Öldepot in der Region Krasnodar getroffen. (Reuters)



