Terrorabwehr ermittelt im Mordfall der Ex-Ministerin Ann Widdecombe
Terrorabwehr ermittelt im Mordfall Ann Widdecombe

Im Fall der mutmaßlich ermordeten britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe hat die Terrorabwehr der Polizei die Ermittlungen übernommen. Aufgrund neuer Informationen und Beweise leite nun diese Spezialeinheit die Untersuchungen, teilte Innenministerin Shabana Mahmood am Montag auf der Online-Plattform X mit.

Polizei verfolgt mehrere Ermittlungsansätze

Die Polizei verfolge mehrere Ermittlungsansätze, um das Motiv für den Angriff aufzuklären. Sie wolle das Parlament noch im Laufe des Tages über den aktuellen Stand informieren, kündigte die Ministerin an. Die 78-jährige rechtskonservative Widdecombe war am Donnerstag mit schweren Verletzungen tot in ihrem Haus im ländlichen Südwesten Englands aufgefunden worden.

Verdächtiger erneut festgenommen

Am Samstag hatte die Polizei einen weißen Briten als Verdächtigen im Zusammenhang mit der Tat festgenommen. Dieser sei nun wegen des Verdachts auf Beteiligung, Vorbereitung oder Anstiftung zu terroristischen Taten erneut festgenommen worden, berichtete der Sender BBC unter Berufung auf die Anti-Terror-Polizei. Die zuvor zuständige Polizei von Devon und Cornwall hatte am Sonntag erklärt, es gebe keine Hinweise auf ein politisches Motiv.

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Widdecombes politische Karriere

Widdecombe war nach einer jahrzehntelangen Abgeordneten- und Regierungstätigkeit für die konservativen Tories in die Brexit-Partei des Rechtspopulisten Nigel Farage gewechselt, die sich später in Reform UK umbenannte. Dort fungierte Widdecombe zuletzt als migrationspolitische Sprecherin. Sie war bekannt für ihre streng konservativen Ansichten und trat unter anderem aus Protest gegen die Priesterweihe von Frauen in der anglikanischen Kirche zum Katholizismus über.

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