Trump droht Iran: Angriff auf Atomanlage „Pickaxe Mountain“ geplant
Trump droht Iran: Angriff auf „Pickaxe Mountain“

Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist nach US-Medienberichten faktisch gescheitert. US-Präsident Donald Trump hat in einem Radiointerview mit dem konservativen Sender Salem News Channel einen bevorstehenden Angriff auf die iranische Atomanlage „Pickaxe Mountain“ angekündigt. Die elfminütige Ansprache ließ keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Drohung: Trump sprach von einem „großen, fetten“ Angriff „durch die Vordertür“, der „relativ bald“ erfolgen werde. Ziel sei es, den Iran endgültig vom Bau einer Atomwaffe abzuhalten.

Was ist „Pickaxe Mountain“?

Die Anlage liegt im gleichnamigen „Spitzhackenberg“, auf Farsi Kuh-e Kolang Gaz La. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich die wesentlich bekanntere Atomanlage Natans im Zentrum des Iran, die bereits mehrfach bombardiert wurde. Der genaue Zweck von „Pickaxe Mountain“ ist unklar. Das iranische Regime behauptet, es handele sich um eine Montagehalle für Zentrifugen zur Urananreicherung, die als Ersatz für eine bei einer Explosion im Juli 2020 zerstörte oberirdische Halle in Natans errichtet wurde. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Analysten vermuten, dass die Anlage der Lagerung oder Anreicherung von Uran dient – und damit dem Bau von Atomwaffen.

Verwundbarkeit trotz großer Tiefe

Besonders an der Anlage ist ihre extreme Tiefe: Schätzungen von Experten auf Basis von Satellitenbildern und Geländeanalysen zufolge liegt sie 80 bis 100 Meter unter massivem Granitgestein. In manchen Quellen ist sogar von 600 Metern die Rede. Diese Tiefe stellt das Regime vor große logistische Herausforderungen, etwa beim Abpumpen von Grundwasser und der Belüftung. Die Tiefe reicht aus, um selbst vor den schwersten bunkerbrechenden Bomben der US-Luftwaffe geschützt zu sein. Selbst die GBU-57, eine der stärksten konventionellen Bomben, dürfte gegen den „Pickaxe Mountain“ wenig ausrichten können.

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Doch aus militärischer Sicht ist ein direkter Durchschlag des Granits gar nicht notwendig. Die Achillesferse der Anlage liegt an der Oberfläche: die Belüftungsschächte und die beiden Zugangstunnel – jene „Vordertür“, von der Trump sprach. Sie ließen sich durch gezielte Luftangriffe relativ einfach zerstören und verschütten. Militärs bezeichnen dies als „mission kill“, bei dem dem Gegner der Zugang zu einer Anlage verweigert wird. Ohne Luftzufuhr und Fluchtwege würde „Pickaxe Mountain“ binnen kürzester Zeit unbrauchbar und zu einem unterirdischen Sarkophag für die Besatzung – ganz ohne dass eine einzige Bombe den harten Granitkern durchschlagen müsste.

Eskalation der Gewalt

Der Krieg der USA gegen den Iran flammt damit wieder auf. Mehrere Nächte in Folge haben US-Streitkräfte Angriffe auf Stellungen und Anlagen des Regimes in Teheran geflogen. Der Konflikt um die Straße von Hormus hat sich ebenfalls verschärft: Iran greift Tanker an, während Trump sich zum „Schleusenwärter“ macht. Die Lage bleibt angespannt, und die internationale Gemeinschaft blickt besorgt auf die nächsten Schritte der USA.

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